Das Wanderwegenetz auf dem Bodanrück soll attraktiver werden. Das Kultur- und Tourismusbüro Allensbach arbeitet seit einiger Zeit zusammen mit einigen ehrenamtlichen Bürgern und Gemeinderäten und unterstützt durch ein Fachbüro an einem entsprechenden Konzept.

Projekt erhält den Namen Naturkino

Grundidee sei dabei, dass alle Ortsteile eingebunden werden und möglichst eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bestehe, erklärte Büroleiterin Sabine Schürnbrand im Gemeinderat. Außerdem gebe es bei der Auswahl von Wanderrouten bestimmte Qualitätskriterien. So sollten die Wege gut begehbar sein, aber möglichst nicht auf oder neben Fahrbahnen verlaufen.

Außerdem solle es spätestens alle zwei Kilometer eine Natur- oder Kulturattraktion geben wie etwa schöne Ausblicke, die zum Verweilen einladen. „Der Hauptdarsteller ist die Natur“, so Schürnbrand. Daher trage das Projekt auch den Namen Naturkino.

Wo die neuen Strecken verlaufen sollen

Ein Wegenetz mit 20 Kilometern hatte der Gemeinderat gewünscht und entsprechende Mittel bewilligt. Doch in Workshops habe sich herausgestellt, dass es ein viel größeres Potenzial an Wegen gebe, erklärten Schürnbrand und die Fachberaterin Claudia Stalze.

Man sei auf rund 45 Kilometer gekommen. Diese verteilen sich auf drei größere Runden und böten etwas für Familien ebenso wie normale Tagesgänger sowie sportliche Wanderer. Die erste Runde sei bei Hegne und schließe den Allensbacher Walderlebnispfad mit ein.

Der schöne Ausblick vom Hochfürst oberhalb von Hegne soll eine der Natur-Attraktionen sein bei den neuen Wanderrouten, an denen das Allensbacher Tourismusbüro arbeitet.
Der schöne Ausblick vom Hochfürst oberhalb von Hegne soll eine der Natur-Attraktionen sein bei den neuen Wanderrouten, an denen das Allensbacher Tourismusbüro arbeitet. | Bild: Tourismusbüro Allensbach

Die zweite sei eine sportliche Großrunde, diese umfasse Kaltbrunn und Freudental. Die dritte verbinde Langenrain und Freudental, wo aber noch Wege neu angelegt werden müssten, so Stalze. Man sei hierzu schon im Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde. Und auch mit dem gräflichen Haus Bodman, dem viele Grundstücke dort gehören, werde man noch Gespräche führen.

Im Gemeinderat traf das Konzept auf breite Zustimmung. Er bewilligte für das erweiterte Wegenetz zusätzliche 45.000 Euro. Die Gesamtkosten liegen bei rund 115.000 Euro. Die Gemeinde hofft auf einen Zuschuss des Landes.