Gemeindeförster Martin Kreutz hatte nicht zu viel versprochen. „In zwei Stunden habt ihr was zum Mitnehmen“, sagte er zu den sieben Allensbacher Kindern beim Schnitzkurs mit Gottfried Blum am Grillplatz Eichelrain. Und am Ende hatten nicht nur alle Kinder aus etwa zehn Zentimeter langen Holzstücken je eine Schnecke mit leicht angehobenem Kopf geschnitzt und mit echtem Schneckenhaus beklebt.

Die neunjährige Jade entdeckte in dem Schneckeneimer, den Blum mitgebracht hatte, ein ganz kleines Häuschen, das sie spontan auf einen gebogenen Holzspan klebte. Die Babyschnecke war geboren. Und andere Kinder fertigten dann auch noch einige davon an, sodass am Ende eine Schneckenparade am Eichelrain daher kroch.

Mit den Baby-Schnecken aus Spänen kam am Ende eine richtige Schnecken-Parade zusammen, die die Allensbacher Kinder bastelten.
Mit den Baby-Schnecken aus Spänen kam am Ende eine richtige Schnecken-Parade zusammen, die die Allensbacher Kinder bastelten. | Bild: Thomas Zoch

Kleine Verletzungen gibt es

Doch bis dahin war es doch einige Arbeit. Der Markelfinger Gottfried Blum, der unter anderem Fasnachtsmasken schnitzt, erklärte den Kindern, wie man die scharfen Schnitzmesser halten sollte und anwendet: „Immer von der Hand weg und nicht zum Körper hin schnitzen“. Und die Kinder – sechs davon Mädchen – legten eifrig los. Jade und Lara (10) trafen dann doch einen eigenen Finger mit dem Messer, aber das war mit einem Pflaster gleich kuriert. Die Kinder stellten fest, dass die Schnitzerei anstrengend ist. Manchen taten nach 40 Minuten die Hände weh.

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Die Schnecken gefallen nicht sofort

Das Werk gefiel zunächst auch nicht allen. Jade meinte: „Meine Schecke will einfach nicht hochgucken.“ Wohl weil der Salat unten sei, scherzte sie. Luna (10) hatte dagegen einen ziemlich spitzen Kopf geschnitzt und meinte, mit Flügeln könnte es auch eine Biene sein. Lara dagegen freute sich über ihr Werk: „Das ist doch die perfekte Schnecke.“ Timo (10) war nach einer Stunde fertig mit seiner Schnecke. „Ich könnte sie mir nicht besser vorstellen“, sagte er.

Natürlich half Blum, der öfter in Grundschulklassen Kurse gibt, immer wieder beim Schnitzen, gab Tipps und sagte, dass er auch als Kind mit dem Schnitzen angefangen habe. Er lobte die Kinder am Ende. „Sie waren sehr motiviert und haben es gut umgesetzt.“