Was für eine Freude auf dem Bodanrück: Die Ü40 des SV Allensbach ist am Samstag Nachmittag Südbadischer Pokalsieger geworden. Die Mannschaft von Trainer Günther Hespeler schlug bei prächtigem Wetter und mehr als 200 begeisterten Zuschauern Titelverteidiger Stadelhofen-Oberkirch mit 3:0.

Zweimal Egenhofer, einmal Grägel

Über 70 Minuten, die älteren Herren müssen nicht mehr 90 Minuten spielen, war der Gastgeber auf dem Bodanrück-Sportplatz die klar bessere Mannschaft und hätte noch deutlicher gewinnen können. Die Tore für den neuen Pokalsieger erzielten Tobias Grägel sowie zweimal Marius Egenhofer.

Über 200 Fans kamen auf den Bodanrück-Sportplatz zum großen Finale.
Über 200 Fans kamen auf den Bodanrück-Sportplatz zum großen Finale. | Bild: Schuler, Andreas

Mittags ist Trainer Hespeler noch nervös...

Als Trainer Günther Hespeler am Vormittag im örtlichen Edeka noch schnell etwas besorgen wollte, war ihm die Nervosität deutlich anzumerken: „Gleich wird‘s ernst. Die Jungs sind gut drauf und bereit“, sagte er im Gespräch mit dem SÜDKURIER zwischen Wursttheke und Olivenregal, „aber Stadelhofen ist sehr stark. Das wird schwer. Ich hoffe das Beste.“

...nach dem Spiel eher euphorisch

Ein paar Stunden später, seine Mannschaft hatte gerade eben den Pokal gewonnen: „Bin sehr zufrieden, hat Spaß gemacht zuzuschauen. Tolles Spiel meiner Jungs. War echt geil.“

Zweikampf vor toller Kulisse: Allensbach ist neuer Südbadischer Pokalsieger.
Zweikampf vor toller Kulisse: Allensbach ist neuer Südbadischer Pokalsieger. | Bild: privat

Teammanager Sammy Schirnhofer, auf der rechten Außenverteidigerposition ein Garant für Sicherheit und Zielstrebigkeit, sagte über den Coup gegen den Titelverteidiger: „Wir hätten heute ein wahnsinnig tolles Mittelfeld, Abwehr stand sicher, vorne hatten wir unzählige Chancen – das Ergebnis hätte höher ausgehen müssen. Die Untestützung von Außen hat uns sehr geholfen.“

Marius Egenhofer ist stolz und bedankt sich

Doppeltorschütze Marius Egenhofer nach dem Spiel: „Ich kann nur sagen, das wir alle sehr glücklich und stolz sind die Allensbacher Farben bei den Süddeutschen Meisterschaften zu vertreten. Das heute so viele Zuschauer den Weg zu uns gefunden haben, war genial und hat uns sicher sehr geholfen. Danke.“

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Ludwig Egenhofer, Stadionsprecher im Hexenkessel Bodanrück-Sportplatz, wollte seinen Augen nicht trauen: „Dass wir diese starke Mannschaft so dominiert haben, hatte niemand gedacht“, sagt er im Gespräch mit dem SÜDKURIER. „Das war ein großartiges Erlebnis.“

Die Besten? Alle waren die Besten...

Einen besten Spieler des neuen Pokalsiegers herauszustellen, fällt angesichts der geschlossenen Mannschaftsleistung schwer. Doppeltorschütze Marius Egenhofer, der so kalt wie eine Hundeschnauze agierte? Pferdelunge Daniele Paar, der den Ball unermüdlich durchs Mittelfeld trieb? Kampfmaschine Sammy Schirnhofer, der die rechte Außenbahn unermüdlich beackerte?

Der Netzer aus Allensbach

Kapitän Oliver Herfort, der im Stile eines Günter Netzer Ball und Mitspieler auf die (Erfolgs-)Reise schickte? Markus Knacki Knackmuß, der mit seiner großen Routine Geschwindigkeit und Fluss des Spiels bestimmte? Torhüter Michael Tams, der als Katze vom Bodenrück alles wegfischte? Allensbachs Lewandowski Tobias Grägel, der trotz einer muskulären Verletzung auflief und eiskalt seine Farben in Führung brachte? Diese Liste könnte noch lange weitergehen – alle Allensbacher waren herausragend. Entsprechend ausgelassen fielen die Feierlichkeiten aus. Doch Vorsicht, liebe Allensbacher Alte Herren: Die Regenerationszeit ist kurz: Bereits im Frühling warten die Bayern.