Eine neue Partei ist die FDP zwar keineswegs, aber in Allensbach dann doch – dort treten die Liberalen zum ersten Mal für den Gemeinderat an. Und so setzen die sieben Bewerber auf den Slogan „Eine neue Generation für Allensbach“. Kandidat Christian Döring betonte beim Bürgertreff im Restaurant des Campingplatzes: „Ziel ist es, neue Gedanken in alte Strukturen zu bringen.“

Und wem haben das die neuen FDP-Kandidaten gesagt?

Neben den Mitbewerbern Johannes Zumbusch und Patrick Konopka waren nur Dörings Schwester Katja und Mike Fröhlich als interessierte Bürger gekommen. Der Fairness halber muss man anmerken, dass Wahlveranstaltungen der Parteien vor Gemeinderatswahlen in Allensbach selten auf größeres Interesse stoßen. Wobei es aktuell einige strittige Themen gibt.

Das könnte Sie auch interessieren



„Das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss stimmen.“

Mike Fröhlich,Allensbach

Allen voran der verzögerte Neubau des Kinderhauses und die stetig teurer werdende neue Seegartenbühne. „Das regt mich einfach auf“, so Zumbusch. Beim Kinderhaus habe sich die Gemeinde viel zu lange auf einen Standort versteift. Und bei der Bühne müsste man mehr auf die Kosten achten. Das sahen die beiden Bürger ebenso. „Das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss stimmen“, sagte Fröhlich zur Bühne.

Und Katja Döring erklärte, sie könne nur den Kopf schütteln über die Diskussionen und unsinnigen Vorschläge beim Kinderhaus. Dem Gemeinderat fehle es bei wichtigen Themen an Entscheidungsfreudigkeit, sagte sie.

Mehr Mitsprache für Jugendliche

Fröhlich sagte, er finde viele der Themen auf dem FDP-Wahlwerbeblatt gut. Zum Beispiel die angestrebte Wächterrolle über die Finanzen. Oder den Vorschlag, einen Jugendgemeinderat einzuführen und mehr Veranstaltungen für Jugendliche anzubieten. Konopka sagte, der Jugendgemeinderat sollte auch im großen Gemeinderat Rederecht haben. Und Zumbusch erklärte, er finde das von jungen Leuten auf der Reichenau organisierte Early-Bird-Konzert grandios. „Solche Initiativen würden wir gern unterstützen.“

Weitere diskutierte Themen waren eine bessere Würdigung des Ehrenamts, Anreize zum Ausbau der Gastronomie und die Digitalisierung der Verwaltung.