Beim Rohbau liege der günstigste Anbieter, eine Firma aus Allensbach, mit 119.000 Euro netto deutlich über der Berechnung von 109.800 Euro. Dies erklärten Björn Zimpel vom Ortsbauamt und Hagmüller nun im Gemeinderat. Beim Stahlbau sei eine Firma aus der Schweiz am günstigsten mit netto 504.000 Euro; die Berechnung hatte bei 471.850 Euro gelegen. Der Gemeinderat stimmte bei jeweils einer Neinstimme den Vergaben zu.

Denn Hagmüller erklärte, das Problem sei, dass es kaum Angebote von Firmen gegeben habe. „Die Konjunktur ist so angespannt.“ Das lässt weitere Kostensteigerungen befürchten, denn die technische Ausstattung und die Außenanlagen hat die Gemeinde noch gar nicht ausgeschrieben, so Bürgermeister Stefan Friedrich.

Der Baubeginn ist weiterhin September 2019

Hagmüller erinnerte zudem daran, dass der Gemeinderat im vergangenen Oktober Maßnahmen zur Schalllenkung zurückgestellt hatte, die er mit 86.000 Euro berechnet habe. Doch darum werde man nicht herumkommen, meinte der Architekt. Dessen Kostenberechnung hatte im Oktober insgesamt bei 854.000 Euro netto gelegen.

Nun bewegen sich die Kosten auf eine Million zu. 376.000 Euro erhält die Gemeinde als Zuschuss vom Land und der Sparkasse Reichenau. Immerhin eine gute Nachricht konnte der Bürgermeister verkünden: „Wir liegen gut im Zeitplan.“ Der Baubeginn solle wie geplant im September 2019 erfolgen.

In einem Architekturwettbewerb im Jahr 2016 war ein Kostenrahmen von 400.000 Euro veranschlagt worden. Die Verwaltung hatte bereits im Herbst 2018 betont, dass dabei aber weder Ausstattung noch technische Anlagen und Nebenkosten einkalkuliert gewesen seien. Zu weiteren Kostensteigerungen sei es seitdem wegen des Baugrunds, statischer Bemessungen, Immissionsschutzvorschriften und der Preislage bei Ausschreibungen gekommen.