Westlich des Ortsteils Kaltbrunn plant die Gemeinde Allensbach das Neubaugebiet Breite, das in zwei Phasen entwickelt werden soll. Im ersten Bauabschnitt sind bisher im Entwurf neun Einfamilienhäuser und 14 Doppelhaushälften vorgesehen. Doch den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan fasste der Gemeinderat nun nur für das knapp 2,4 Hektar große Gebiet noch ohne eingezeichnete Baufenster. Planer Andreas Wieser erklärte, dass noch einige Fragen zu klären seien.

BUND äußert Bedenken

Der BUND habe moniert, dass es dort eine Mähwiese mit FFH-Qualität gebe, die nicht überplant werden dürfe. Wieser sagte, das Landratsamt und das Regierungspräsidium hätten hierzu noch keine klare Aussage machen können. Es gelte nun zu prüfen, wie hochwertig die Wiese sei; notfalls müsse man Ersatz schaffen. Zudem lebe in einem der Obstbäume dort ein schützenswerter Specht. Es brauche ein Gutachten, wo dieser neuen Lebensraum finden könne.

Außerdem geht es noch um die Zufahrt. Bisher ist die Erschließung über die Wiesenstraße quer durch den Ort geplant. Zugleich sieht der Plan­entwurf eine mögliche neue Erschließungsstraße aus nördlicher Richtung von der Kreisstraße aus vor. Wieser sagte, er sei noch an einer Verkehrsanalyse.

Anschluss an Nahwärmenetz soll geprüft werden

Und schließlich hat der Rat den Antrag gestellt, die Verwaltung solle prüfen, ob ein Nahwärmenetz ähnlich wie im Energiedorf Liggeringen möglich sei. „Wir wollen das Neubaugebiet„, sagte Ortsvorsteherin Elisabeth Müller, aber: „Es wird noch über manches zu reden sein.“ Neben naturschutzrechtlichen Fragen auch über die Art der Bebauung, meinte sie. Patrick Konopka (FDP) plädierte dafür, zumindest im zweiten Bauabschnitt auch Mehrfamilienhäuser vorzusehen.

Bürgermeister Stefan Friedrich sagte, über die Art der Bebauung könne man reden, wenn der Planentwurf vorliege. Doch eigentlich sollte in Kaltbrunn dörflich, sprich in kleineren Einheiten gebaut werden. So oder so müssten die Vergaberichtlinien für die Grundstücke noch erarbeitet werden: „Vor April braucht sich niemand zu bewerben.“