Ein erstes Konzept liegt vor: Die Gemeinde Allensbach will die alte Schule mit Museumsräumen und Gemeindebücherei sanieren. Unter anderem sei ein Aufzug außen an der westlichen Seite geplant, um einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen, erklärten Bürgermeister Stefan Friedrich und Architekt Hartmut Hügel im Gemeinderat. Die Kosten hierfür schätzen sie grob auf 50.000 Euro.

Zudem müsse die Treppe zum Eingang für etwa 20.000 Euro erneuert werden. Und die Torkel im Untergeschoss, in der sich manche Bürger zumindest zeitweise eine Bewirtung wünschen, soll grundsätzlich saniert werden. Die Kosten schätzt Hügel auf 75.000 Euro. "Da müssen wir aber noch definieren, was rein soll."

Diese Punkte waren im Gemeinderat unstrittig. Eine Diskussion gab es aber über den unklaren Zustand des Daches.

Hügel hatte erklärt, dass eine Dämmung der Dachgeschossräume, die der Heimatgeschichtsverein Arbeitsgemeinschaft als Lager nutzt, sicher sinnvoll sei, aber nicht des Dachspitzes. Franz Scheppe (CDU) plädierte für eine Dämmung nur dann, wenn das gesamte Dach saniert werde. Tobias Volz (SPD) monierte: "So etwas müsste die Verwaltung besser vorbereiten." Ludwig Egenhofer (CDU) forderte, die Verwaltung solle alte Pläne und Beschlüsse ins Gremium bringen. Friedrich sagte dies zu.

Geteilte Meinungen gab es auch zur Gestaltung des Eingangs- und Flurbereichs. Armin Dett und Ralf Staiger vom Konstanzer Büro PragmaDesign stellten Ideen vor wie eine bessere Beleuchtung und Beschilderung, den Einsatz digitaler Medien oder eine Eingangstür aus Glas. Karin Heiligmann (Freie Wähler) ist der Auffassung, angesichts der Kosten sei zunächst eine Konzentration auf bauliche Notwendigkeiten notwendig. Doris Hellmuth (Bunte Liste) fand dagegen, eine Flurgestaltung sei sinnvoll, weil dieser nicht einladend wirke. Wichtig sei aber vor allem der Aufzug.

Die Verwaltung soll nun die angedachten Maßnahmen näher untersuchen und eine genauere Kostenkalkulation wieder vorlegen.