Im Allensbacher Bauamt gibt es Veränderungen: Ortsbaumeister Harald Seidler verlässt die Gemeinde. Nicht nur für ihn werde ein Nachfolger eingestellt, so Bürgermeister Stefan Friedrich. Zusätzlich solle neu eine Verwaltungsfachkraft die Amtsleitung übernehmen und eine weitere Stelle besetzt werden.

Es folgt der Wechsel in ein Radolfzeller Büro

Als Grund für seinen Abschied nach 17 Jahren nennt Seidler zum einen die starke Zunahme an Aufgaben und Anforderungen. Da es nun auch noch eine Verwaltungskraft als Amtsleiter geben solle, sei für ihn klar gewesen, aufzuhören. Doch er betont: „Ich gehe ohne Groll. Ich freue mich, dass ich diesen Schritt wage.“ Er wechsle zu einem Ingenieurbüro in Radolfzell.

In Seidlers Amtszeit fielen etliche größere Bauprojekte. So wurden zum Beispiel die Campingplätze umgebaut, die Schule energetisch saniert und für die Wasserversorgung ein Prozessleitsystem eingeführt. Als einen persönlichen Höhepunkt nennt er, dass er vor rund zehn Jahren in den Sommerferien in der Schule die Voraussetzungen für einen Mittagstisch habe umsetzen müssen – von der Küchenplanung bis zum Geschirrkauf.

Marienschlucht als wichtiges Thema

Und immer wieder stand die Marienschlucht im Fokus: „Das ist ein Tiefpunkt und Hochpunkt gleichzeitig“.

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Als in den Nuller-Jahren nach Erdrutschen die Treppenanlage schon einmal zerstört war, sei er am Wiederaufbau beteiligt gewesen. Nach der Wiedereröffnung 2008 habe er Kontrollgänge und schließlich auch kleine Führungen gemacht. Tiefpunkt sei das Unglück mit Todesopfer 2015 gewesen.

Auch am B33-Ausbau war Seidler beteiligt

Oft ging es auch um die B33. So habe er für die Planung der Tunnels alle Leitungen, die die Trasse queren, dokumentiert. Und zu Beginn seiner Tätigkeit habe er die Abrechnung gemacht für den Knoten-Mitte, den die Gemeinde im Vorgriff des Ausbaus bauen ließ.

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Die Brücke, die nun aufgrund neuer Richtlinien verbreitert werden muss, wählt er als Bild für den Generationswechsel. „Mir geht es so ähnlich. Diese Brücke ist den steigenden Anforderungen nicht mehr gewachsen. Unter diesen Belastungen würde ich zerbrechen.“