Allensbach-Kaltbrunn CDU Allensbach will aus Fehlern lernen

Der Ortsverband Allensbach tagt in der Bunten Kuh gemeinsam mit dem Generalsekretär Manuel Hagel, der mit Mitgliedern aktuelle Themen der Politik diskutiert.

Die Politik der Bundesebene beeinflusst auch die Lage des CDU Ortsverbands Allensbach. Anlässlich der Hauptversammlung wurden die großen und kleinen Themen der Partei im Wahljahr angesprochen. Die größte Herausforderung der Flüchtlingswelle sei die Integration, betonte Ludwig Egenhofer, Vorsitzender der CDU Allensbach. "Wir wollen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen, als wir nur über die Gastarbeiter und nicht mit ihnen gesprochen haben", sagte er in der "Bunten Kuh". Es gebe noch immer Menschen in Deutschland, die nach 30 Jahren kein Deutsch sprächen. "Besser machen", forderte er. Wegen der Flüchtlingswelle und der verloren Landtagswahl im März 2016 habe es einige Austritte gegeben, aber auch drei Eintritte, sodass der Gemeindeverband nun 75 Mitglieder habe. Zu Gast war der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Manuel Hagel.

Das Gefühl der inneren Sicherheit leide, sagte Beirat Andreas Beirer. Dies sei ein Grund dafür, dass die CDU Stimmen nach rechts, namentlich an die AfD, verliere. Die Polizeireform sehe er als missglückt an. Laut stellvertretendem Vorsitzenden Nikolaus Spießer würde auch die große Zahl an Einbrüchen das Sicherheitsgefühl beeinträchtigen. Die Bewertung der Polizeireform durch eine unabhängige Kommission sei wichtig, mutig und richtig gewesen, antwortete Hagel. "Als CDU sind wir gut beraten uns eng an den Bericht zu halten", erklärte er. Demnach dürfe auch das Polizeipräsidium in Konstanz bleiben, betonte der stellvertretende Kreisvorsitzende Fabio Crivellari nachdrücklich. "Vagabundierende Banden aus Osteuropa" seien für viele Einbrüche verantwortlich, berichtete Hagel. Der Fahndungsdruck müsse erhöht werden und mehr Beamte in der Fläche geben.

Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssten sich die Unternehmer stärker bewegen, sagte Hagel. "Sie werden das", versprach er. An der Inklusion in Schulen stört sich Manuel Hagel daran, dass nicht zwischen körperlichen und geistigen Behinderungen unterschieden werde. Problematisch werde es, wenn das geistige Handicap so groß sei, dass ein mitlernen im gleichen Tempo nicht möglich sei. Und dies werde den behinderten Kindern jeden Tag vor Auge geführt, sagte der Generalsekretär verärgert.

Vorstandswahl und Abschiede

  • Ergebnis: Die CDU Allensbach wählte ihren Vorstand wie folgt: Vorsitzender: Ludwig Egenhofer; Stellvertreter: Stefanie Schiess und Rochus Schulter; Schatzmeister: Udo Mellert; Schriftführer und Internetbeauftragter: Johannes Hof; Beiräte: Andreas Beirer, Sabrina Drechsler, Benjamin Fetzer, Karin Goßner, Markus Kehrer, Hans-Christoph Köhne, Elisabeth Müller, Peter von Skwarski, Veronika Walz und Maria Wunsch. Lediglich einer der Gewählten erhielt eine Gegenstimme.
  • Veränderungen: Stefanie Schiess und Udo Mellert waren vorher Beiräte, Markus Kehrer war Schriftführer und Internetbeauftragter und Andreas Beirer Schatzmeister. Neu im Vorstand sind: Rochus Schulter, Axel Goßner, Sabrina Drechsler, Benjamin Fetzer, Karin Goßner und Maria Wunsch.
  • Abschiede: Ludwig Egenhofer verabschiedete den bisherigen Beirat Wolfgang Meßmer, der nicht mehr zu Wahl antrat. Franz Scheppe trat nach zehn Jahren als Beirat ebenfalls nicht mehr an. Nikolaus Spießer hörte nach 21 Jahren als Stellvertretender Vorsitzender auf. Egenhofer bezeichnete ihn als "kritischen Kopf". Die bisherige Stellvertreterin Sabine Schieß trat mittlerweile aus der CDU aus. (nea)

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