Einen aufregenden Kurztrip haben 14 Allensbacher Kinder und Jugendliche in dieser Woche unternommen. Sie hatten sich bei den Ferienwochen zum Stand up Paddling (SUP) angemeldet und erlebten ihre Heimat einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Vom Strandbad aus paddelten die Neun- bis 15-Jährigen zum Seegarten, wo es auf dem Wasser ein kleines Picknick gab, ehe die Gruppe sich wieder auf den Rückweg machte.

Bereits seit einigen Jahren organisiert das Univenture-Team des Hochschulsports der Universität Konstanz die Ausflüge auf den Untersee, die immer recht schnell ausgebucht sind, wie Simone Hartwig erklärt. „Es würde sogar noch besser angenommen, aber wir sind limitiert, weil wir nicht so viel Material haben“, sagt Hartwig, die den Allensbacher SUP-Tag gemeinsam mit Trainerin Sabrina Brunner leitet.

Erster Annäherungsversuch im Knien.
Erster Annäherungsversuch im Knien. | Bild: Feiertag, Ingo

Ein großes Team-SUP und sieben Einzelboards wurden vom Konstanzer Unisportgelände nach Allensbach transportiert. Dort versuchten die Kinder zunächst bei einem Aufwärmspiel, sich an die Paddel zu gewöhnen, dann ging es nach einer kurzen Einweisung schnell aufs Wasser. „Kinder gehen da ganz unvoreingenommen ran“, sagt Hartwig, die für das erlebnispädagogische Zentrum der Uni arbeitet und dort teambildende Programme für Schulen, Firmen oder Vereine anbietet.

Wie sich so etwas anfühlt, erfuhr der Allensbacher Nachwuchs – vor allem auf dem großen Brett. Sieben Kinder standen gemeinsam auf dem Board und mussten zusammenarbeiten, um nicht zu kentern oder im Kreis zu paddeln. Fürs Foto kletterten gleich zu Beginn sogar alle 14 Kids gemeinsam auf ein Brett – und alle blieben trocken.

Nach wenigen Minuten stehen die Kinder und Jugendlichen wie die Profis auf dem Brett.
Nach wenigen Minuten stehen die Kinder und Jugendlichen wie die Profis auf dem Brett. | Bild: Feiertag, Ingo

Sie hatten Glück, denn das Ferienprogramm fand „unter Laborbedingungen“ statt, wie Simone Hartwig sagt, „kein Wind und eine glatte Wasseroberfläche“. Die Sportwissenschaftlerin reizt am Stand up Paddling besonders „die Nähe zur Natur und dieser Perspektivwechsel, stehend auf dem Wasser zu sein“. Hartwig war früher selbst im Kajak unterwegs und weiß es nun nach der Arbeit im Büro zu schätzen, nicht auch noch beim Paddeln auf dem Wasser sitzen zu müssen.

„SUP hat etwas Spielerisches“, erklärt sie. Und was gibt es Besseres, als diese Leidenschaft mit Kindern bei einem Picknick auf dem Untersee zu teilen.