Nach der erstmaligen Ablehnung des Abrisses in der Ratssitzung vom 12. Februar 2019 hat sich Bürgermeister Manfred Ossola zur Lösung des Konfliktes bei der Stuttgarter Kommunalentwicklung (KE) Rat eingeholt. Die KE schlug nun einen Abriss des Gebäudes vor. In der Baulücke könnte dann eine Doppelgarage mit Satteldach errichtet werden. Manfred Ossola äußerte dazu auch sofort seine Bedenken hinsichtlich der Ein- und Ausfahrt in die dortige relativ unübersichtliche Hauptstraße. Diese Sorge teilte in der anschließenden längeren Aussprache auch Petra Morlock (SPD). "Städtebaulich macht das keinen Sinn. Wir müssen das Sanierungsprogramm beibehalten", so Michael Graf (FW). Dieser Meinung stimmte auch Jörg Keller (CDU) zu.

Fairerweise ließ Manfred Ossola auch den auf der Zuhörerbank sitzenden Bauherrn Werner Unger zu Wort kommen. Er machte darauf aufmerksam, dass eine Sanierung bei der völlig maroden Bausubstanz trotz Zuschüssen für ihn nicht zu stemmen gewesen wäre. Auch ein Neubau mache keinen Sinn, denn die Vorgaben aus der Rahmenplanung hätten zum Beispiel verlangt, dass äußerlich nichts verändert werden darf. Als konkretes Beispiel nannte er dazu die Fenster. Sie wären bei einem Neubau wegen der Erhöhung der Zimmerdecken in Höhe der Füße gewesen.

Trotz dieses Plädoyers des Bauherrn zeigte die Aussprache, dass man auf Ratsseite die Aacher Rahmenplanung für die Sanierung "Im Dorf" nicht verlassen wollte. Deshalb schlug Manfred Ossola vor, die Rahmenplanung nicht zu ändern. Diesem Vorschlag folgte der Rat mit seinem einstimmigen Votum.