Der Aacher Klosemarkt (Weihnachtsmarkt) wurde vom regnerischen Wetter gebeutelt. Das wirkte sich auf die Besucherzahlen aus. Trotzdem konnten das Veranstaltungsprogramm und das Angebot an Verkaufsständen sowie den Vereinswirtschaften wie geplant stattfinden.

Eröffnung bei strömendem Regen

Bei strömendem Regen eröffnete Bürgermeister Manfred Ossola am Sonntag mit dem Anschnitt eines Riesenkäsekuchens auf dem Mühlenplatz den Markt. Dieser vier Quadratmeter große Kuchen war vom Aacher Neubürger und Bäcker, Jörg Hauer, in 20-stündiger Arbeit in vier Geschmacksrichtungen hergestellt worden. Im Ratssaal präsentierte dann der Nenzinger „malende Kabarettist“ Peter Zahrt, der sich als „Hofnarr, Clown und Bespaßungskünstler“ bezeichnet, seine Bilderschau und Lesung. Ebenfalls im Rathaus zeigten die „Freunde der Aachquelle“ in einer kleinen Ausstellung und einem Film, was sie das Jahr über unternommen haben.

Musiker halten durch

Am Nachmittag spielte die Stadtmusik Aach unter der Leitung von Markus Augenstein Weihnachtsmelodien auf dem Rathaus- und Mühlenplatz. Dahinter spielte im zur Kneipe umgewandelten Feuerwehrhaus eine Abordnung der Radolfzeller Froschenkapelle. Dass das regnerische Wetter die Besucher in die Vereinsbeizen treibt, bestätigte sich nicht. „Gegenüber den Vorjahren läuft es relativ schlecht“, sagte Aurelio Scigliano, der seine Feuerwehruniform mit der Kellnerbekleidung tauschte.

Mit weihnachtlichen Melodien erfreute die Stadtmusik die Besucher des Aacher Nikolausmarktes auf dem Mühlenplatz.
Mit weihnachtlichen Melodien erfreute die Stadtmusik die Besucher des Aacher Nikolausmarktes auf dem Mühlenplatz. | Bild: Roland Ragg

Schüler der Grundschule haben ein dankbares Publikum

Trotz strömenden Regens füllte sich der Rathausplatz hauptsächlich mit Eltern und Verwandten, als die Schüler der Grundschule Aach Gedichte und Lieder vortrugen. Dafür gab es viel Applaus.

Kaum Kunden mit Kaufinteresse an den Ständen

Sowohl auf dem Krämermarkt in der Hauptstraße als auch auf dem Kreativmarkt hinter dem Rathaus und auf dem Mühlenplatz unterschied sich das Angebot nicht von dem aus den Vorjahren. „Wenn ich irgendwo zusage, dann komme ich auch“, so Peter Beuter aus Singen, der mit allerlei handgemachten Holzartikeln ziemlich einsam in seiner zum Kreativmarkt gehörenden Hütte hinter dem Rathaus stand. Trotz der geringen Nachfrage lobte Beuter die schönen Markthäuschen, die die Stadt Aach zur Verfügung gestellt hatte. Mit den Händlern in der östlichen Hauptstraße (Richtung Stockach) konnte man beinahe Mitleid haben. Hier reihte sich Stand an Stand, wobei sich das Kaufinteresse der wenigen Besucher in Grenzen hielt.

Am Abend ist etwas mehr Betrieb

Der Klosemarkt litt dem Wetter geschuldet am Besuchermangel, was sich auch auf die Atmosphäre auswirkte. Wenn man allerdings abends noch einmal durch den adventlich beleuchteten Markt ging, fiel auf, dass an den Vereinsständen noch allerlei Betrieb herrschte.