Die Stadtmusik Aach hatte zur musikalischen Jubiläumsfeier eingeladen, und nicht nur viele Zuschauer, sondern auch zwei weitere Ensembles fanden sich ein. Den Auftakt des Feier bestritten die Jubilare von der Stadtmusik unter der Leitung ihres Dirigenten Markus Augenstein und sorgten unter anderem mit der Polka "Auf der Vogelwiese" von Ernst Mosch für Stimmung in der Aacher Schulsporthalle.

Der ökumenische Kirchenchor bewies dann bei seinem Auftritt, dass man keine Berührungsängste vor Stücken hat, die eigentlich Männerchören vorbehalten sind, und sang eine von Dirigentin Kornelia Scherer für gemischte Chöre angepasste Version des "Gruß an den Hegau". Udo Jürgens' Klassiker "Griechischer Wein" erweiterten sie textlich um den christlichen Gedanken der Völkerverständigung und brachen eine Lanze für Flüchtlinge, die hier bei uns Heimat und Arbeit finden wollen.

Danach glänzte Daniela Aumann mit ihrem Solopart im eingedeutschten ABBA-Stück "Thank you for the music". Volkstümlich und rustikal wurde es dann mit dem Männerchor Schlatt aus der Schweiz. Auch bei diesem Chor gibt Cornelia Scherer den Takt vor, und beim "Alten Holzmichel", einem Lied aus dem Erzgebirge, machten sich die Gäste aus der Aacher Partnergemeinde Colmnitz lautstark und freudig bemerkbar – sie waren extra zum Jubiläum aus Sachsen angereist. Mit dem Lied "Sierra Madre" und einem Schweizer Alpen-Jodler brachten die Sänger den Saal zum Kochen. Als Zugabe brachten sie dann noch die "Vogellisi".

Der Fanfarenzug der Stadt Aach schlug dann unter ihrer Tambourmajorin Christine Bader wieder ganz andere Töne an, die Fanfarenstöße kamen präzise und rasiermesserscharf. Auch die Rhythmussektion konnte mit toller Synchronität überzeugen. Den Ausklang des Abends bestritt die kleine, aber feine Blaskapelle der Musikgesellschaft Mühlrüti aus dem Kanton St. Gallen mit ihrem Dirigenten Michi Jud. Ruth Scherrer glänzte dabei gesanglich, wie etwa beim Walzer "Mondschein an der Eger".