Der Neubau eines Pflegeheims, der schon seit mehreren Jahren in Aach im Rat Wellen schlägt, beschäftigte nun auch das neue Ratsgremium. Die eigentliche Diskussion begann aber erst unter dem Tagesordnungspunkt „Fragemöglichkeit für Einwohner“. Hier befürchtete ein Anlieger, dass die vorliegende Planung wegen einer möglichen weiteren Erweiterung bald schon wieder über den Haufen geworfen werden könnte.

Bürgermeister Manfred Ossola stellte den inzwischen vom Baurechtsamt Engen geprüften Bauantrag vor. Dabei wurde festgestellt, dass der Bauantrag vollumfänglich den Festsetzungen des B-Planes „Pflegeheim Längenbergstraße„ entspreche und somit keiner Zustimmung des Gemeinderats bedürfe. Daher ging es auch nur um eine Information des Gremiums.

45 Pflegeplätze sollen entstehen

Die aktuelle Planung sieht nun vor, dass ein Pflegeheim mit 45 Pflegeplätzen und 15 Wohnungen im „Wohnen-mit-Service-Modell“ gebaut werden kann. Betreiber ist das evangelische Stift Freiburg, das den Bau von einem Generalunternehmer erstellen lassen will.

Das dem Investor von der Katholischen Kirche in Erbpacht überlassene Grundstück liegt im Gewann Pappenerget und reicht im Norden vom Kindergarten bis zu den Grundstücken an der Habsburgerstraße im Süden. Dort soll das Pflegeheim über eine neu zu schaffende Stichstraße an die Längenbergstraße angebunden werden. Im Osten wird praktisch die gesamte Freifläche entlang der Längenbergstraße zugebaut. Frei bleibt die westliche Grenze mit Blick auf die Aacher Altstadt.

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Bei der Bürgerfragemöglichkeit griff ein künftiger Anlieger das Thema Pflegeheim noch einmal auf. Er äußerte den Verdacht, dass das nun vorgestellte Projekt mit 45 Pflegeplätzen und 15 Wohnungen noch einmal vergrößert werden könnte. Bürgermeister Manfred Ossola konnte diese Vermutung nicht teilen. Für ihn gelte der vom Engener Bauamt geprüfte Bauantrag. Dieser Argumentation folgte der betroffene Bürger nicht.