Die Würfel sind gefallen – und es bleibt dabei: Nachdem der langjährige Hauptamtsleiter Manfred Ossola schon vor etwa zwei Monaten die Bewerbungsunterlagen für die Aacher Bürgermeisterwahl eingereicht hat, sind ihm keine weiteren Kandidaten mehr gefolgt. Das stellte am Montagabend der Wahlausschuss der Stadt Aach fest. Die Bürgermeisterwahl in Aach findet am Sonntag, 24. September, gleichzeitig mit der Bundestagswahl statt. Der 59-jährige Manfred Ossola hat nun freie Bahn, um das Bürgermeister-Amt seines bisherigen Chefs, Severin Graf, zu übernehmen.

Der 49-Jährige hatte freiwillig darauf verzichtet, eine dritte Amtsperiode anzutreten. Er will sich beruflich anderweitig orientieren, obwohl es ihm sehr schwerfalle, nach 16-jähriger Tätigkeit das Bürgermeister-Amt abzugeben. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung des SÜDKURIER und der Stadt Aach will Ossola am Mittwoch, 20. September, in der Schulturnhalle sich und seine Ziele ausführlich vorstellen. Er wird sich in einer Podiumsdiskussion den Fragen der Redaktion stellen und solche aus dem Publikum beantworten.

Manfred Ossola ist schon seit 35 Jahren bei der Stadt Aach beschäftigt, zunächst als Leiter des Rechnungsamtes, dann als Chef des Hauptamtes. Er hat auch eine besondere Beziehung zum Sitzungssaal des Aacher Rathauses, wo verkündet wurde, dass er als Alleinkandidat in die Bürgermeisterwahl geht. "Ich habe dort 1983 meine Frau Vera geheiratet. Als Stockacher Bürger ging dies mit einer Überweisung meines Wohnortes an Aach. Das heißt wirklich so", blickt Ossola süffisant zurück.

  1. Die bisherige Resonanz von Ossolas Wahlkampf: „Auf meine Einladung im ersten Wahlprospekt sind erfreulicherweise zahlreiche interessierte Bürger gefolgt“, schildert Manfred Ossola. Er sei sehr zufrieden und er berichtet über jeweils rege Frage-und-Antwort-Situationen.
  2. Die Themenschwerpunkte des Kandidaten der Bürgermeisterwahl: „Meine Schwerpunkte sind Bürgernähe und leistungsstarke Verwaltung. Die Einwohner von Aach sollen sich wohl fühlen“, so Ossola. Es wolle leine gute Wohn- und Versorgungsqualität erreichen. „Die Unterstützung der Vereine sage ich im Falle einer Wahl als Bürgermeister zu. Ich möchte mich für den Natur- und Umweltschutz einsetzen und den Tourismus in Aach vorantreiben“, erklärt Ossola. Durch eine Umgestaltung der Ortsdurchfahrt soll die Geschwindigkeit reduziert und die Verkehrssicherheit erhöht werden. „Natürlich werde ich auch unsere Gewerbetreibenden am Ort unterstützen.“
  3. Belange, welche die Bürger besonders beschäftigen: „Transparenz und Bürgerbeteiligung bei den Entscheidungen waren Anliegen der Gäste bei den Wahlveranstaltungen. Konkrete Nachfragen zu Projekten und meinen Zielen wurden gestellt“, sagt Ossola.
  4. Die Bewertung, dass sich Ossola als langjähriger Rathaus-Mitarbeiter Bürgermeister werden will: „Viele Bürger kennen mich schon lange und können meine Arbeitsweise und Arbeitsauffassung bewerten. Ich kann mit meiner Ortskenntnis, meiner Erfahrung und der Art, wie ich mit den Bürgern umgehe, punkten“, betont der Alleinkandidat der Aacher Bürgermeisterwahl.
  5. Status als Alleinkandidat und Ziele bei der Wahl: „Dass ich alleine antrete, ist für die Wahlaussicht sicherlich gut, aber ich bedauere es auch, dass der Wähler sich nicht zwischen Alternativen entscheiden kann. Der Herausforderung, sich mit weiteren Kandidaten messen zu dürfen, hätte ich mich gerne gestellt", so Ossola. Er wünsche sich eine gute Wahlbeteiligung und einen hohen Anteil an Ja-Stimmen. Dies würde ihm für seine zukünftige Aufgabe Rückenwind geben.
  6. Künftiger Wohnort und geplante Amtszeit bei einer erfolgreichen Wahl: „Ich werde im Falle meiner Wahl wie bisher in Aach arbeiten und in Stockach schlafen und nicht umgekehrt. Natürlich möchte ich die gesamte Wahlperiode von acht Jahren für die Aacher meinen Einsatz bringen. Über die theoretische Möglichkeit einer erneuten Wiederwahl im Jahr 2025 werde ich mir heute noch keine Gedanken machen“, blickt Ossola voraus.

Rund um die Aacher Bürgermeisterwahl

  • Zur Person: Manfred Ossola ist 59 Jahre alt, verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Er wohnt in seiner Geburtsstadt Stockach, beschäftigt sich gerne im Garten und mit handwerklichen Dingen, wandert in der Natur und findet einen Ausgleich bei Aktivitäten in der Hänselegruppe Stockach. Nach seinem Studium in Kehl mit Abschluss Diplomverwaltungswirt wurde Manfred Ossola 1982 Rechnungsamtsleiter in der Stadtverwaltung Aach. Seit 1993 fungiert er in der Aacher Verwaltung als Hauptamtsleiter.
  • Wahlkampftermine: Ossola steht am Donnerstag, 31. August, ab 18 Uhr im Aacher Gasthaus Löwen den Besuchern Rede und Antwort. Er will auch am Donnerstag, 7. September, sowie am 14. September jeweils ab 16 Uhr auf dem Aacher Wochenmarkt mit den Bürgern ins Gespräch kommen.
  • Wahlberechtigte und Ablauf: 1854 Einwohner sind berechtigt, an der Bürgermeisterwahl teilzunehmen. Bei Kommunalwahlen darf schon ab einem Alter von 16 Jahren gewählt werden, bei der Bundestagswahl erst ab 18. Die Aacher Bürgermeisterwahl und die Bundestagswahl finden zeitgleich am Sonntag, 24. September, von 8 bis 18 Uhr im Rathaus statt. Die Bundestagswahl wird zuerst ausgezählt. Deren Ergebnis wird laut Aacher Verwaltung ab 19 Uhr erwartet, den Ausgang der Bürgermeisterwahl gegen 20.30 Uhr.
  • Bevölkerung: Die Stadt Aach hat knapp 2300 Einwohner. Das Geschlechterverhältnis ist unter der Bevölkerung fast ausgeglichen. In Aach sind die Menschen statistisch gesehen etwa 42,2 Jahre alt. Sie sind jünger, als der bundesdeutsche Durchschnitt, der bei 44,2 Jahren liegt.
  • Demografie: Der demografische Wandel macht auch vor Aach nicht Halt. Während im Jahre 1970 in Aach rund 30 Prozent der Einwohner minderjährig waren, sind es heute gerade einmal etwa 18 Prozent. Dafür hat die Zahl der Menschen, die über 65 Jahre alt sind, deutlich zugenommen. Die größte Bevölkerungsgruppe sind mit Abstand die 40- bis 65-Jährigen.
  • Politik und Parteienspektrum: Freie Wähler (drei) und CDU (vier) haben im Aacher Gemeinderat die meisten Sitze. Ihm gehören zudem zwei Vertreter der SPD und einer der FDP an.