Die Nachfrage nach Bauland ist ungebrochen groß, für Häuslebauer ist besonders die Stadt Aach interessant. Deshalb sind Gemeinderat und Verwaltung darum bemüht, neue Flächen zu erschließen. Für die Erweiterung des Baugebiets Längenberg Ost legte Andreas Wieser vom gleichnamigen Architektur- und Planungsbüro in Hilzingen dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung nach einigen Vorberatungen den ersten Bebauungsplanentwurf vor. Rund 50 neue Grundstücke sollen auf einem Areal von 2,8 Hektar im Erweiterungsgebiet beim Sportplatz und Gewerbegebiet erschlossen werden.

Vorgesehen sind auf Grundstücken von 450 bis 1000 Quadratmetern Ein- und Mehrfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser sowie Gebäude mit Wohneinheiten für gewerbliche Nutzung. Im Erweiterungsgebiet plant Wieser also mit einem facettenreichen Wohn- und Gewerbeangebot. Bei Letzterem ist nicht an produzierendes Gewerbe gedacht, sondern an kleine Dienstleistungsunternehmen wie Büros, Nagelstudios oder etwa Praxen. Im Plangebiet entstehen ein allgemeines Wohngebiet und ein sogenanntes urbanes Gebiet, in dem auch gewerbliche Nutzung möglich ist.

Unstrittig war die Frage nach der Straßenführung: Die Räte stimmten für die Fortsetzung der Maria-Theresia-Straße aus den beiden ersten Bereichen des Neubaugebiets. Einig war man sich ebenso darüber, für die Mehrfamilienhäuser in den beiden ersten Baureihen nur Flachdächer zuzulassen. Über die Anzahl der Wohnungen soll sich das Planungsbüro noch einmal Gedanken machen, so der Auftrag des Gemeinderats. Die Stadt erwägt, Planung, Koordination und Bauabwicklung einem Erschließungsträger zu übertragen. Ob und wer es realisieren soll, wird in einer der kommenden Sitzungen beraten.

Wie groß die Nachfrage nach Bauland in Aach ist, lässt sich an Zahlen ablesen: Die 27 Bauplätze im ersten Abschnitt des Gebiet Längenberg Ost waren 2008 bereits vergriffen, die 22 Grundstücke im zweiten Abschnitt waren 2013 verkauft. "Fast täglich gehen Anfragen ein", sagt Bürgermeister Severin Graf.