Die Präsentation des Quartierkonzeptes Nahwärme für die Aacher Ortsmitte war einer der Schwerpunkte in der jüngsten Sitzung des Aacher Gemeinderats, dessen Legislaturperiode Ende Mai ausläuft.

Die Zwischenergebnisse des mit der Studie beauftragten Ettlinger Büros RBS wave für Energietechnik zeigten auf, dass man insbesondere die CO2-Bilanz bei der entsprechenden Heiztechnik wesentlich verbessern könnte. Allerdings gelte es dabei, möglichst viele Privat-Eigentümer mit ins Boot zu holen.

Planer stellen im Gemeinderat Zwischenergebnisse vor

Nachdem der Förderantrag des Gemeinderats bei der KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bereits ein halbes Jahr später mit einer Summe in Höhe von rund 26 000 Euro positiv beschieden worden war, erfolgte grünes Licht für die Aufstellung eines energetischen Quartierkonzeptes für die Aacher Ortsmitte. Die Zwischenergebnisse wurden nun von Projektleiter Tim Kazenmaier von der Firma RBS wave im Aacher Rat vorgestellt.

Auch bei den Kosten könnte die Gemeinde sparen

Gut verständlich erläuterte Kazenmaier sein Konzept in vier Schritten, beginnend mit der Ausgangssituation der energetischen Bilanz bei Wärme, Strom und Verkehr. Im zweiten Schritt versuchte er aufzuzeigen wie der Istzustand durch Energieeinsparung und Effizienzsteigerung erreicht werden könnte. Am interessantesten wurde es dann beim dritten Schritt.

In einem Variantenvergleich ging es hier um Wirtschaftlichkeit und Ökologie. Die Vergleichsmodelle zeigten dann sehr deutlich, dass sowohl bei den Kosten als auch bei der CO2-Bilanz – 78 Prozent Einsparung – die Variante eines mit Erdgas betriebenen Blockheizkraftwerks im neuen Aacher Bauhof am besten abschneiden würde.

Neue Heizung könnte Privaten 30 000 Euro kosten

Für manchen Hauseigentümer wären die Investitionskosten jedoch sehr hoch. Allein die Kosten für den Einbau einer neuen Heizung werden auf 30 000 Euro geschätzt. Hoffnung macht jedoch, dass auch das geplante Neubaugebiet auf dem ehemaligen Roth-Areal ebenfalls angeschlossen werden kann. Ein endgültiges Konzept der Firma RBS wave soll noch vor den Sommerferien vorliegen.