Manfred Ossola hat als Alleinkandidat bei der Aacher Bürgermeisterwahl ein tolles Ergebnis erzielt. Klar, er weiß selbst, dass die hohe Wahlbeteiligung vor allem auch daraus resultiert, dass gestern gleichzeitig die Bundestagswahl stattfand. Für Ossola hat es sich aber auch ausgezahlt, dass er trotz des Alleingangs einen munteren Wahlkampf machte und dabei das offene Gespräch mit den Bürgern suchte. Bei allen Themen versuchte er, sie sehr sachlich näher zu erläutern und nach Lösungen zu suchen, wie bei der Verkehrsproblematik in der Durchgangsstraße. Auch bei der stark besuchten SÜDKURIER-Podiumsdiskussion war er mit den Bürgern auf Augenhöhe.

Ossola sparte dabei auch nicht mit kritischen Worten. So mahnte er an, dass sich Bürger bei wichtigen kommunalpolitischen Themen selbst aktiv einbringen könnten, statt Kritik zu üben, wie das mitunter geschehe. Auch das Verkehrsverhalten von Müttern beim Kindergarten, das zur Gefährdung der Kleinen führe, verurteilte er. Ossola kann nun, wie er erhofft hatte, mit viel Rückenwind wichtige Themen angehen. Dass er 59 Jahre alt ist, muss kein Nachteil sein. Nach 35-jähriger Tätigkeit als Hauptamtsleiter und Kämmerer von Aach ist er ein Verwaltungsprofi. Außerdem wird sein Team verjüngt. Mit seiner geradlinigen Handlungsweise kann Ossola bei einem feinen Gespür für die Belange der Aacher das Städtchen positiv weiterenwickeln. Die Wahl hat die Grundlage dazu gelegt.

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