Simone Hornstein freut sich, durch ihr Engagement in der Gemeinde etwas bewegen zu können. Das, was umgesetzt wurde, begegnet ihr in Aach auf Schritt und Tritt. Sie zeigt auf den Parkplatz und die Straße am Friedhof, die im Rahmen des Landessanierungsprogramms neu angelegt wurde, führt auf den Friedhof, wo ein Gärtner gepflegtes Gräberfeld entstanden ist oder zeigt auf den Kindergarten, der durch einen Anbau erweitert wurde.

Hornstein ist seit 2009 im Aacher Gemeinderat. "Ich bin von CDU-Mitgliedern gefragt worden, und da ich kommunalpolitisch schon immer interessiert war, habe ich zugestimmt", erklärt die 48-Jährige. Wichtig ist ihr das Miteinander in der Gemeinde: "Ich bin ein großer Fan der Vereine. Sie sind das Rückgrat der Gesellschaft und man kann deren Arbeit, gerade im Jugendbereich, nicht hoch genug einschätzen." Deshalb gehe sie nicht nur als Stellvertreterin des Bürgermeisters gern zu Hauptversammlungen, um ihre Wertschätzung für die Vereinsarbeit zum Ausdruck zu bringen. In einer kleinen Stadt wie Aach seien auch die Infrastruktur, die Wohnbebauung und die Gewerbeentwicklung wichtige Themen. Es gehe darum, die Wohn- und Lebenqualität in der Gemeinde zu erhalten und zu verbessern. Hornstein ist Försterin von Beruf, deshalb liegt ihr das Bewusstsein für die Kulturlandschaft des Hegaus am Herzen. Außerdem ist sie im Ausschuss Zweckverband Gewerbegebiet Aachtal, um mitzuwirken, weiteres Gewerbe zwischen Volkertshausen und Aach anzusiedeln und damit Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Konkret ging und geht es in der Gemeinde um die Kinderbetreuung, die Zukunftsfähigkeit der Grundschule, und vor allem die Umsetzung des Landessanierungsprogramms. Geplant ist die Gestaltung der Ortsmitte und das Erlebbarmachen der Aach.

Die Diskussion um das Pflegeheim, das jetzt in der Genehmigungsphase ist, habe den Gemeinderat schwer beschäftigt. "Wichtig ist mir, dass man sich in jeder Diskussion mit Respekt begegnet und sich eine schwierige Entscheidung nicht einfach macht", sagt Hornstein. Als Gemeinderätin vertrete man das Gemeinwohl und nur wenn man an einem Strang ziehe, könne man die Gemeinde vorwärts bringen, so ihre Überzeugung. Sie nimmt gern Ideen und Anregungen von Bürgern auf und trägt sie in den Rat. Dort sei die Zusammenarbeit zwischen Rat und Bürgermeister sehr gut und engagiert. Ob sie 2019 erneut für den Gemeinderat kandidiert? Diese Entscheidung hat Simone Hornstein noch nicht getroffen. "Wenn ich etwas mache, dann mit ganzem Herzen", erklärt sie. Halbherzig Gemeinderätin, das gehe für sie nicht. "Auf jeden Fall bereitet ein Engagement für die Gemeinde viel Freude", sagt sie und will motivieren, sich einzubringen.

 

Zur Person und zur Serie

  • Simone Hornstein kommt aus Denkingen bei Pfullendorf und hat Forstwirtschaft studiert. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne. Hornstein arbeitet als Försterin für die Friedwälder Heiligenberg. Außerdem ist die 48-Jährige in der katholischen Pfarrgemeinde engagiert, Mesnerin der Stadtkirche und der Friedhofskapelle. Sie singt und musiziert gern und ist sehr Natur verbunden.
  • Zur Serie: 2019 sind Kommunalwahlen und Frauen sind in den Gemeinderäten nach wie vor unterrepräsentiert. In Aach sitzen vier Frauen und sechs Männer im Gemeinderat. In unserer Serie wollen wir Gemeinderätinnen vorstellen und nach dem Grund für Engagement und ihren Visionen fragen.