Die evangelischen Kirchengemeinden von Aach-Volkertshausen konnten am Sonntagnachmittag den Neubau ihres Gemeindezentrums in Aach einweihen. Trotz herrlichem Badewetter füllten sich die Kirche und der Anbau schnell bis auf den letzten Platz. Mehrere Laudatoren lobten das neu entstandene Gebäude, das künftig auch als Kulturkirche mit Leben erfüllt werden soll. Gleich zu Beginn der Einweihung zeigte eine von Trainerin Katja Gaißer geleitete Gruppe von Aacher Kunstradfahrerinnen, dass der neue Saal sich auch bestens für Sportveranstaltungen eignet.

Pfarrer freut sich über viele Taufen

Danach ging Pfarrer Thomas Kiesebrink in seiner Ansprache zunächst kurz auf die Baugeschichte ein. Das momentan sehr aktuelle Thema „Kirchenaustritte“ schien ihn aber auch zu beschäftigen. Um dem entgegenzuwirken sprach er von einem Neuaufbruch in seiner Kirchengemeinde.

„Wir haben so viele Taufen wie seit langem nicht mehr“, so der optimistische Kiesebrink. Er hob auch das hochengagierte Jugendteam der Kirchengemeinde hervor. Dieser Aufbruch werde sicherlich durch die neu entstandene Kulturkirche noch weiter beflügelt.

Planung und Bau dauerte vier Jahre

Uwe Ziegler, der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, berichtete in launigen Worten über die vierjährige Planungs- und Baugeschichte. Hier habe es allerlei Schreibarbeit und vieler Telefonate bedurft. Die ursprüngliche Planung sei dann doch noch genehmigt worden, so dass man im August 2017 mit dem Bau beginnen konnte.

Architekt Helmut Dury vom Architekturbüro Dury + D‘Aloisio, das den Auftrag 2015 nach einem Wettbewerb erhalten hatte, stellte die Baumaßnahme im Einzelnen vor. Abschließend bedankte er sich noch einmal bei den beiden ehrenamtlichen „Bauhelfern“ Uwe Ziegler und Christian Jury und allen anderen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen hatten.

Glückwünsche zum Neubau

Dekanin Hiltrud Schneider-Zimbal stellte in ihrer Ansprache einen Zusammenhang zwischen einem Gemeindehaus und dem Heimatgedanken her. Dieses Thema griff auch der Aacher Bürgermeister Manfred Ossola auf, der im Namen aller vier beteiligten Gemeinden sprach und die evangelische Kirchengemeinde zu dem gelungenen Neubau beglückwünschte.

„Brot und Salz“ überreichte der Aacher Bürgermeister Manfred Ossola bei der Einweihung des Neubaus der evangelischen Kirchengemeinde Aach-Volkertshausen an Pfarrer Thomas Kiesebrink (links). Bild: Roland Ragg
„Brot und Salz“ überreichte der Aacher Bürgermeister Manfred Ossola bei der Einweihung des Neubaus der evangelischen Kirchengemeinde Aach-Volkertshausen an Pfarrer Thomas Kiesebrink (links). Bild: Roland Ragg | Bild: Roland Ragg

Für die katholische Aacher Kirchengemeinde bedauerte Kirchengemeinderat Christian Jurisch, dass die evangelischen Christen, die während der Bauzeit die katholische Stadtkirche mit benutzen durften, nun wieder weg sind. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass die neuen Räumlichkeiten der christlichen Gemeinschaft am Ort neuen Schwung geben würden. Weitere Grußworte sprachen die ehemalige Vakanz-Pfarrerin Andrea Fink und Pfarrer Michael Wurster von der evangelischen Kirchengemeinde Engen. Zum Abschluss sang der ökumenische Kirchenchor unter Leitung von Kornelia Scherer gemeinsam mit den Besuchern den Kanon „Lobe den Herrn, meine Seele“.

Zwischen dem Anbau (links) und dem bisherigen Kirchenraum unterhielt der ökumenische Chor unter der Leitung von Kornelia Scherer (rechts) die Besucher bei der Eiweihung des neuen Gemeindezenturms der evangelischen Kirchengemeinden Aach-Volkertshausen. Bild: Roland Ragg
Zwischen dem Anbau (links) und dem bisherigen Kirchenraum unterhielt der ökumenische Chor unter der Leitung von Kornelia Scherer (rechts) die Besucher bei der Eiweihung des neuen Gemeindezenturms der evangelischen Kirchengemeinden Aach-Volkertshausen. | Bild: Roland Ragg