Die Vorstellung des Masterplans für eine Breitbandversorgung stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Aacher Gemeinderats in seiner bisherigen Zusammensetzung. Dabei machte Thilo Kübler von der Breitbandberatung Baden-Württemberg klar, dass die Umsetzung bis zu 20 Jahre dauern kann. Es müssten immerhin 202 Kilometer Kabel verlegt werden.

Bund fördert Breitbandausbau

Eine gute Versorgung mit Breitbandanschlüssen wird sowohl für Gewerbetreibende als auch für Privathaushalte immer wichtiger. Deshalb beauftragte die Stadt Aach 2018 nach der Zusage von Fördermitteln vom Bund in Höhe von 50 000 Euro die Breitbandberatung Baden-Württemberg damit, einen Masterplan auszuarbeiten. Der fertige Plan wurde nun von Thilo Kübler im Rat vorgestellt. Demnach ist vorgesehen, dass die Stadt Aach zwei Hauptverteiler, auch PoP (Point of Presence) genannt, erhält. Die PoPs sollen dann mit den Zugangspunkten des Landkreises verbunden werden.

Die Planung sieht vor, dass alle Gebäude und unbebauten Grundstücke über Rohrverbände angeschlossen werden. Dabei soll auch auf Synergie-Effekte geachtet werden: Wenn aufgegraben wird, dann sollen möglichst gleich weitere Versorgungsleitungen verlegt werden. Die Anschlüsse erfolgen über Röhrchen, in die später Mikrokabel mit zwölf Fasern eingeblasen werden. Der Planer rechnet damit, dass das Ganze circa 20 Jahre dauern und etwa fünf Millionen Euro kosten wird.

Aufgabe für den neuen Gemeinderat

Die gesamte Maßnahme kann vom Bund mit bis zu 90 Prozent gefördert werden – allerdings nur bei bestehenden Gebäuden. In den Neubaugebieten, zum Beispiel „Längenberg Ost 4“, soll der Anschluss bereits in den Erschließungskosten enthalten sein. Dieser Punkt und das Einbringen von Leerrohren für spätere Baumaßnahmen bestimmte die anschließende Aussprache, bei der Thilo Kübler viele Fragen beantworten musste. Mit der weiteren Planung wird sich dann der neu gewählte Gemeinderat befassen.