Die Freunde der Aachhöhle feierten kürzlich ihr 20-jähriges Vereinsjubiläum, so die Pressemitteilung. Bereits am Nachmittag fand das Sommerferienprogramm des Vereins statt. Kinder (und auch Erwachsene, wenn sie wollten) durften mit Begleitung in die Blätterteighöhle einsteigen und die Höhle erkunden. Ausgerüstet mit Helm, Licht, Handschuhen und Gummistiefeln ging es los. Die Höhlengänge sind gehend und zum Teil kriechend zu bewältigen. Nicht mehr ganz so sauber wie am Anfang kamen alle wieder glücklich aus der Höhle raus. Einige Teilnehmer fanden es so toll, dass sie gleich nach dem nächsten Termin fragten. Die Veranstaltung kam bei allen Teilnehmern gut an.

Am Abend fand dann die Jubiläumsveranstaltung im Musikraum der Stadt Aach statt. Mit vier informativen und anschaulichen Vorträgen wurde den interessierten 60 bis 70 Gästen ein kurzweiliges Programm geboten. Der Vorsitzende Lothar Dietrich eröffnete die Vortragsreihe mit einem Rückblick auf die Vereinstätigkeit der vergangenen 20 Jahre. Schwerpunkt war die Grabung des rund 100 Meter tiefen Schachtes oberhalb Aach und die Forschung in der Blätterteighöhle.

Joachim Kreiselmaier zeigte und kommentierte seinen Film eines Tauchganges in die Aachquelle. Dabei konnten die Gäste virtuell dabei sein und erleben, wie labyrinthisch die Gänge in der Quelle sind. Die Tauchtechnik wurde erläutert und auch Aufnahmen des in dem System lebenden Höhlenfischs wurden gezeigt. Die vielen Fragen der Zuschauer konnte er anschließend noch beantworten.

Als besonderer Gast wurde PD Dr. Jasminca Behrmann-Godel vom Limnologischen Institut der Universität Konstanz begrüßt. Sie erläuterte die jetzigen Erkenntnisse zu der Höhlenschmerle. Angefangen von den äußeren Merkmalen bis hin zu den Erkenntnissen aus den genetischen Vergleichen wurden die einzelnen Punkte erklärt. Es bleiben noch viele Fragen offen, die nun wissenschaftlich untersucht werden sollen.

Zuletzt berichtete Rudi Martin über das Forschungsprojekt in der Wasserfalldoline. Er fand problemlos den Übergang von historischen Landkarten zur neuzeitlichen Forschung. In seinem Beitrag wurde deutlich, wie schwierig und langwierig es ist, in der Wasserfalldoline einen Zugang zu dem tiefer liegenden System zu finden. Mit schönen Bildern einer vereisten Höhle endete sein Vortrag. Besucherführungen in den Höhlen sind generell nicht möglich, da es sich um nicht ausgebaute Forschungshöhlen handelt. Im Anschluß fand noch ein reger Austausch zwischen den Referenten, Vereinsmitgliedern und Gästen statt.

Freunde der Aachhöhle

Der Verein wurde am 28. September 1997 in Aach gegründet und hat zurzeit 106 Mitglieder. Als regelmäßiger Treff hat sich ein "Monatstreff" in der Jägermühle in Aach fest etabliert. Er findet regelmäßig am ersten Freitag im Monat statt. Grabungsaktionen in der Blätterteighöhle und Aktionen in der Doline oder anderen Projekte werden kurzfristig auf der vereinseigenen Hompage angekündigt. Mithelfer bei einzelnen Aktionen können im Rahmen von Arbeitseinsätzen mit in die Höhlen. Anprechpartner ist der Vorsitzende Lothar Dietrich, E-Mail: info@aachhoehle.de

Informationen im Internet: http://www.aachhoehle.de/