Vieles ist während der Corona-Pandemie anders als sonst. Gerade für Familien mit Kindern bedeutet diese Zeit eine besondere Herausforderung, denn viele Aktivitäten fallen in diesem Sommer aus. In der Gemeinde Wutöschingen wurde deshalb alles daran gesetzt, die in den Sommerferien übliche dreiwöchige Ferienbetreuung für Kindergarten- und Grundschulkinder anbieten zu können. Dank der Lockerungen der vergangenen Wochen wurde dies möglich.

Die Betreuung

Im Kindergarten Schwerzen werden derzeit 30 Kleinkinder unter der Federführung der Leiterin Barbara Gantert und weiteren Erzieherinnen aus ihrem Team betreut, unterstützt von einem Ferienjobber. In der Schule Wutöschingen haben die Kinder im Grundschulalter auch in den Ferien eine Menge Spaß. Betreut werden die Schulkinder von Mareike Güntert aus Ofteringen und einem Team von Ferienjobbern. Ein buntes Programm hat die junge Lehramtsstudentin Mareike Güntert mit Unterstützung von Barbara Gantert für die Kinder zusammengestellt. Praktische Erfahrung hat sie in früheren Jahren bereits als Ferienjobber im Kindergarten Schwerzen gesammelt.

Das Angebot

Ein Sporttag steht jede Woche auf dem Plan, ebenso wie basteln, ein Besuch in der Bibliothek und ein Kinotag. Dazu gibt es in jeder Betreuungswoche besondere Höhepunkte wie beispielsweise eine abenteuerliche Schnitzeljagd oder einen Experimentiertag. Für kleine kreative Künstler wird malen und basteln täglich zum Ausklang angeboten. Bereits in den ersten Tagen sind schon tolle Kunstwerkle entstanden, wie beispielsweise Minions oder Schmetterlinge aus Toilettenpapierrollen, ebenso wie selbst bemalte oder bedruckte Stofftaschen.

Die Vorgaben

„Das Thema Upcycling hat einen besonderen Stellenwert in unserem Programm“, erklärt Mareike Güntert. „In den nächsten Tagen werden wir Geldbörsen aus Tetra-Paks basteln und dabei auch über das Thema sprechen.“ Als angehende Lehrerin ist es Mareike Güntert wichtig, dass die Kinder neben Spiel und Spaß auch etwas Lehrreiches mitnehmen aus dieser Zeit – aber ganz spielerisch und locker – schließlich sind Ferien. Immer im Auge behält das Betreuerteam die Hygienemaßnahmen und Corona-Regeln. So findet das Programm mit kleineren Gruppen auf verschiedenen Ebenen im Grundschulgebäude statt. Die Sporthalle ist mit einer Zwischenwand ausgestattet, sodass sich zwei getrennte Gruppen auf den Flächen bewegen können. Auch der Besuch in der Mediothek findet in zwei Gruppen statt. Händewaschen gehört zum Alltag in der Ferienbetreuung.

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Jeweils 37 Kinder werden in der ersten und auch in der zweiten Woche in der Grundschule betreut, in der letzten Woche sind es noch 17. Bürgermeister Georg Eble freut sich, dass trotz der Corona-Pandemie und vieler Stolpersteine die Ferienbetreuung auch in diesem Jahr eine Konstante für die Familien bietet. „Wir sind sehr dankbar, dass wir trotz der derzeitigen Situation die Möglichkeit haben, die Betreuung für die Kinder wieder organisieren zu dürfen.“ Der Bürgermeister blickt aus dem Fenster seines Büros auf den benachbarten Schulhof, wo die Kinder in der Betreuung gerade ihren Spaß haben. „Es macht Freude, die Kinder Lachen zu hören“, sagt er lächelnd.

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Eble erklärt: „Viele Eltern mussten bereits während der Zeit von Schul- und Kindergartenschließung auf ihren Urlaub zurückgreifen, um ihre Kinder selbst zu betreuen. Da fällt der Sommerurlaub jetzt für viele kürzer aus und die Frage der Betreuung steht wieder im Raum. Da ist unser Ferienangebot eine wichtige Unterstützung.“ Ausfallen muss aber das Sommerferienprogramm, das Beate Süß, Leiterin der Mediothek, und Mirko Siegloch, Lehrer an der Alemannenschule, in Zusammenarbeit mit vielen Vereinen, Institutionen und Bürgern in den vergangenen Jahren organisiert hatten.

 

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