Über die bevorstehende fünfte Jahreszeit haben sich acht närrische Vereine in der Gwaag-Zunftstube in Schwerzen beraten.

Auf Initiative von Froschkönig Steffen Siehler, dem Vorsitzenden der Narrenzunft Frösche Wutöschingen, trafen sich die Vertreter der acht Vereine der Gemeinde Wutöschingen, um gemeinsam über die Absagen der beliebten Fastnachts-Veranstaltungen zu beraten:

Anja Pilia (Narrenzunft Horheim Chropfli), Nico Pilia (Narrenzunft Horheim Fallensteller), Ursula Bächle (Ofteringer Schnecken), Tobias Büche (Narrenzunft Gwaag Schwerzen), Lothar Büche (Narrenzunft Schnook Degernau), Steffen Siehler (Narrenzunft Frösche Wutöschingen), Christoph Stoll (Guggenmusik Hölledüüfel Degernau) und Robin Ebner (Guggenmusik Kohlrütti-Chlöpfer Horheim).

Was abgesagt wird

Abgesagt wird an der Fastnacht 2021 in Wutöschingen, Horheim, Schwerzen, Degernau und Ofteringen: Fasnachtseröffnung, Gugge-Night, Spätschicht, Rütti-Rambazamba, die der Horremer Rosemändig, die Umzüge in den Ortsteilen, sämtliche Bunten Abende, Kinderbälle, Frauenkränzle.

Die Fasnacht 2021 in Wutöschingen wird nicht im gewohnten Maße stattfinden. Ausfallen werden Fasnachtseröffnung, Gugge-Night, Spätschicht, Rütti-Rambazamba, Horremer Rosemändig, Umzüge, Bunte Abende, Kinderbälle und Frauenkränzle.
Die Fasnacht 2021 in Wutöschingen wird nicht im gewohnten Maße stattfinden. Ausfallen werden Fasnachtseröffnung, Gugge-Night, Spätschicht, Rütti-Rambazamba, Horremer Rosemändig, Umzüge, Bunte Abende, Kinderbälle und Frauenkränzle. | Bild: Archiv: Yvonne Würth

Ebenso sämtliche internen und kleineren Veranstaltungen, welche das Jahr über die Gemeinschaft im Verein pflegen. Zwei der acht Vereine konnten ihre seit März verschobene Hauptversammlung noch nicht durchführen und werden diese entweder bis zum nächsten Frühjahr verschieben oder suchen eine kontaktfreie Lösung.

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Was stattfinden kann

Die Vereine sind allesamt sehr kreativ und feilen an Lösungen, die ohne Menschenmengen stattfinden können und erlaubt sind. Wenn eine Idee die vereinsinterne Zustimmung erhält, wird mit der Gemeindeverwaltung Wutöschingen als zuständigem Ordnungsamt abgeklärt, ob die Lösung auch nach den jeweils aktuell geltenden Regeln und Bestimmungen möglich ist.

Die Kommunikation erfolgt seit Mitte März überwiegend per WhatsApp und Doodle-Umfrage sowie auf Abstand. Was bereits sicher ist: Die Bevölkerung soll ein Zeichen erhalten an den wichtigsten närrischen Tagen. So wurde die Entscheidung über ein Erscheinen der Narrenzeitungen in den Ortsteilen erst einmal vertagt.

Zwei Dinge haben sich bereits herauskristallisiert: Der Brauchtumsgedanke soll auch während der Corona-Fastnacht 2021 bewahrt werden. Und die Kinder sollen wie üblich mit Süßigkeiten o.ä. bedacht werden. Denn der „Narrensamen“ liegt den närrischen Vereinen am Herzen.

Dies möchten die Narren mitteilen

  • Steffen Siehler, Narrenzunft Frösche Wutöschingen: „Es liegen kreative Ideen für eine Fasnacht light vor, welche wir zu gegebener Zeit anhand der Vorgaben gerne verantwortungsbewusst prüfen möchten.“
  • Tobias Büche, Narrenzunft Gwaag Schwerzen: Vielleicht wird es möglich sein, wenigstens abgespeckte Varianten des Narrenzeitungsverkaufs oder des Hemdglunkiumzugs abzuhalten. Unser traditionelles Fasnachtsfeuer sollte doch ziemlich sicher stattfinden können, zur Not muss es das Publikum aus der Ferne betrachten.“ Wir werden Ideen schmieden, jedoch planbar wird es nur kurzfristig sein.
  • Narrenzunft Chropfli und Fallensteller Horheim mit Anja und Nico Pilia: „Die Wahrscheinlichkeit, dass in der Fasnachtszeit irgendeine Veranstaltung stattfinden kann, ist wohl gleich Null. Eine Veranstaltung, selbst im Freien, mit den Hygiene- und Abstandmaßnahmen wird nicht zu bewerkstelligen sein.“
  • Lothar Büche, Narrenzunft Schnook Wutöschingen: „Wir Schnooken hoffen, das alle gesund und munter bleiben und sagen euch allen „haltet durch!“
  • Ursula Bächle, Schnecken aus Ofteringen: „Wir sind ein bunter und lustiger Haufen junger und junggebliebener Narren, welche die Dorffasnacht in Ofteringen auch die kommende Jahre gestalten wird. Wir bleiben spontan und machen das Beste aus der jeweiligen Situation. Narri Narro!“
  • Nicole Hauser und Christoph Stoll, Guggenmusik Hölledüüfel Degernau: Uns ist wichtig, das Vereinsleben so gut es geht aufrechtzuhalten, denn wir alle brauchen unsere Vereine. Natürlich werden wir dafür alle Corona-Regeln berücksichtigen. Auch wir könnten uns vorstellen den SchmuDo oder andere kleinere Fasnachtsbräuche unter gewissen Auflagen durchzuführen.“
  • Robin Ebner, Guggenmusik Kohlrütti-Chlöpfer Horheim: Wir wollen unseren Mitgliedern eine Abwechslung zur aktuellen Situation ermöglichen, indem wir gemeinsam bestmöglich unserem Hobby, der Musik, nachgehen. Bei der Fastnacht 2021 geht es nun auch nicht darum, möglichst finanziell lohnende Veranstaltungen durchzuführen, sondern das Brauchtum der Fastnacht im erlaubten Maße zu leben. Dabei wollen wir den Menschen in und um unsere Gemeinde, vor allem den Kindern, Freude bereiten. Die definierten Hygienemaßnahmen nehmen wir sehr ernst, da im Vordergrund stehen muss, dass sich dabei niemand infiziert.“

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