Mit dem Spatenstich zum Neubau einer Sekundarstufe 2 an der Alemannenschule startet in der Gemeinde Wutöschingen ein Bauprojekt, welches in doppelter Hinsicht einen Meilenstein setzt. Zum einen ist der Neubau für den gymnasialen Zweig mit einer Investition von rund 7,6 Millionen Euro ein herausforderndes Großprojekt, zum anderen ist die Alemannenschule die erste Gemeinschaftsschule in ganz Baden-Württemberg, die in einer Landgemeinde ein Gymnasium bietet.

Bisher haben nur die Städte Tübingen und Konstanz die Zusage der Landesregierung erhalten, an ihren Gemeinschaftsschulen eine Oberstufe einzurichten. „Dieses Bauwerk ist das größte Projekt welches in der Geschichte unserer Gemeinde bisher realisiert wurde“, erklärt Bürgermeister Georg Eble beim offiziellen ersten Spatenstich, der in dieser Woche stattgefunden hat. Für die 7,6 Millionen Gesamtkosten erhält die Gemeinde Zuschüsse in Höhe von 1,715 Millionen Euro.

Abschluss bis Herbst 2021 geplant

Die Baustelle wird bereits eingerichtet, Kran und Bagger stehen bereit. Es bleibt keine Zeit mehr zu verlieren, denn zum Schuljahresbeginn im Herbst 2021 soll das moderne Bauwerk fertig werden. Mit dem Schuljahr 2019/20 wurde an der Alemannenschule die Oberstufe bereits eingerichtet, damit haben die Lernpartner jetzt die Möglichkeit an ihrer Schule alle Abschlüsse bis hin zum Abitur zu erlangen.

Zwei Jahre haben Bürgermeister Eble und Schulleiter Stefan Ruppaner für dieses Ziel gekämpft, viele Steine aus dem Weg geschafft und Überzeugungsarbeit geleistet. Seit ihrer Einführung im Jahr 2012 schreibt die Gemeinschaftsschule in Wutöschingen Erfolgsgeschichte, die nun mit der Oberstufe gekrönt wird. Schulleiter Stefan Ruppaner freut sich, dass es jetzt endlich losgeht: „Der Neubau soll unseren Lernpartnern nicht nur als Lehr-, sondern auch als Lebensraum jederzeit zur Verfügung stehen. Das Gebäude ist mit dem Verzicht auf Klassenzimmern, zugunsten von Gruppenräumen und kooperativen Lernbereichen, wegweisend für die moderne Pädagogik.“

So bemerkenswert wie der Weg der Gemeinschaftsschule bis zur gymnasialen Oberstufe ist, so präsentiert sich auch der Neubau, der in Nachbarschaft zum 2016 eingeweihten weißen Lernhaus entsteht. Das schlichte aber eindrucksvolle zweigeschossige Bauwerk, dessen Blickfang ein riesiger Co-Working-Space sein wird, hat eine Gesamtfläche von 2439 Quadratmeter und wurde vom Lauchringer Architekten Harald Jäger entworfen.

Containerlösung als Überbrückung

Mit der Innenarchitektur wurde die Schweizer Firma Raumreaktion beauftragt. Zum Schuljahr 2021/22 soll die Oberstufe der Alemannenschule den Neubau mit Leben erfüllen. Bis dahin wird der fehlende Platz mit einer Containerlösung überbrückt. Mehr Raum ist an der Gemeinschaftsschule unbedingt erforderlich, dass zeigen auch die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr deutlich: Für die 100 Plätze der Eingangsstufe haben sich 145 Schüler angemeldet. Für die Sekundarstufe zwei liegen 45 Anmeldungen vor.

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