Seit dem Lockdown ist es um die beiden Kulturstätten in der Gemeinde Wutöschingen ruhig geworden. Die Klosterschüer in Ofteringen und das Purpur in Horheim, beides Orte der Kultur, die dank ihrer Kleinkunstbühnen über die Region hinaus bekannt sind, bleiben bis heute verlassen. Und Kulturfreunde fragen sich, ob sie sich wohl im Sommer bereits wieder auf Konzerte oder Comedy freuen dürfen. Annette Loll, Leiterin des Kulturrings, der die Veranstaltungen in der gemeindeeigenen Klosterschüer organisiert und durchführt, bedauert es, die Fans der Kleinkunst enttäuschen zu müssen.

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„Alle Veranstaltungen der Frühjahrs- und Sommersaison haben wir absagen müssen. Die Corona-Regeln erlauben uns keinen Spielbetrieb.“ Jetzt hoffen die ehrenamtlichen Mitglieder des Kulturrings darauf, im September wenigstens in kleinerem Rahmen in die Herbst- und Wintersaison starten zu können. „Ob es wirklich weiter geht, wissen wir noch nicht, dass steht derzeit in den Sternen.“

Annette Loll, Leiterin des Kulturrings.
Annette Loll, Leiterin des Kulturrings. | Bild: gemeinde

Doch Vorbereitung ist alles, deshalb wird Annette Loll mit ihrem Team einen Abstands- und Hygieneplan für die Klosterschüer erarbeiten, denn Sicherheit ist das oberste Gebot, das es einzuhalten gilt.“ Rund 200 Gäste können bei Veranstaltungen in der Klosterschüer gewöhnlich Platz nehmen. Während Corona werden es wegen der Abstandsregeln deutlich weniger sein. Das restliche Konzept wird der Kulturring mit Umsicht erarbeiten. Die zwölf ehrenamtlichen Mitglieder freuen sich, dass sie wieder, wenn auch vorsichtig, in eine kulturelle Zukunft blicken kann.

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Die vergangenen Wochen war Annette Loll vor allem damit beschäftigt, die Veranstaltungen der aktuellen Saison abzusagen und mit den Künstlern nach Lösungen zu suchen. „Glücklicherweise konnten wir alle in diesem Frühjahr/Sommer geplanten Veranstaltungen auf die Saison 2021 legen.“ Das Herbst-Winterprogramm für dieses Jahr bleibt wie geplant bestehen, lediglich das Konzert der Nutti Boys am 31. Oktober musste abgesagt werden, da sich die Gruppe aufgelöst hat. „Stattdessen konnten wir den für das Frühjahr geplanten Pantomimen, Peter Mim, für den 24. Oktober verpflichten“, freut sich Annette Loll.

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Das Horheimer Kulturzentrum Purpur meldet sich bereits vor der Sommerpause zurück. „Wir haben gerade das Okay bekommen, unter den Bedingungen der Abstandsregeln und unter Berücksichtigung der Hygieneverordnung das Purpur wieder aus dem Dornröschenschlaf zu holen“, freut sich die Betreiberin Anita Althaus. Vorerst gibt es Plätze für zehn Besucher, die vorbestellt werden müssen. Paare oder Lebensgemeinschaften zählen dabei als eins.

Anita Althaus, selbst Künstlerin, betreibt ihr Kulturzentrum PurPur in Horheim mit viel Herzblut.
Anita Althaus, selbst Künstlerin, betreibt ihr Kulturzentrum PurPur in Horheim mit viel Herzblut. | Bild: Holzwarth, Sandra

Anita Althaus bittet ihre Besucher mit einer Mund-Nasen-Maske einzutreten, „am Platz angekommen, darf diese dann abgenommen werden.“ Anita Althaus ist zuversichtlich, dass so wenigstens Kultur im kleinen Rahmen angeboten werden kann. Anfang nächster Woche wird Anita Althaus auf der Homepage des Purpur das Programm bekannt geben.

Das Kinomenü wird aus Platzgründen noch nicht wieder angeboten, so lange die Anstandsregeln gelten. „Aber ich bin zuversichtlich dass wir gemeinsam auch diese Zeit bestehen werden und hoffe dass sich die Lage bald entspannt“, so Anita Althaus. Tickets können weiterhin vorbestellt werden, auch hierzu gibt es Infos auf der Homepage.