Mit dem Auftritt des Pantomimen Peter Mim aus Hannover in der „Klosterschüer“ Ofteringen hatte der Kulturring Ofteringen in seinem 32. Jahr sein Angebotsspektrum erweitert. Sonja Göbel, Vorgängerin der Leiterin der Geschäftsstelle des Kulturrings Annette Loll, hatte sich im Vorfeld stark für die Pantomime eingesetzt. „Wir wissen, das ist etwas ganz anderes und damit kann man keine 200 Leute anlocken“, sagte sie. Mit 61 zahlenden Gästen beim coronabedingten geschmälerten Platzangebot von 66 zeigten sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Kulturrings zufrieden. Der fast nicht enden wollende Applaus der begeisterten Besucher trug dazu bei.

Ganz in seiner Rolle, hatte der Pantomime auch hier klare Zeichen gegeben: Den Applaus beenden, mit Mund-Nasen-Bedeckung nach draußen laufen und sich schlafen legen – die Möglichkeiten der Pantomime wurden einen Abend lang in ihrem gesamten Spektrum eindrucksvoll vorgeführt. Das bereitliegende Programmheft war nicht nötig, um dem Geschehen des Solo-Künstlers auf der Bühne zu folgen.

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In zwei Teilen hatte Peter Mim den Besuchern das Leben mit seinen alltäglichen Anforderungen bis hin zu philosophischen Gedanken ohne Worte, alleine durch Körperausdruck, Mimik und Gestik, mitgeteilt. Dabei bediente er sich der spärlichen Requisiten Herz-Luftballon, Stuhl und Hocker sowie wechselnder Kostüme und passender Musik beziehungsweise Tontechnik, die seine Darstellungen unterstrichen.

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Im ersten Teil standen die elementaren Bedürfnisse und Emotionen im Vordergrund. Dass die unvermeidliche Mund-Nasen-Bedeckung ebenso humorvoll mit eingearbeitet wurde in die Darbietung wie das störende Verhalten mancher Handynutzer während eines Konzerts, fand ebenso guten Anklang wie das Darstellen weiterer Schrullen und Eigenheiten der Mitmenschen.

Dass seine fünfjährige Enkelin Joie Leuchter den angebotenen Luftballon strahlend auf der Bühne entgegennahm, wurde begeistert vom Publikum verfolgt. Die Familie war aus Stuttgart angereist, da auch sie den Kontakt zum Opa aus Hannover in den vergangenen Monaten eingeschränkt hatte.

Dass die fünfjährige Enkelin Joie Leuchter den angebotenen Luftballon strahlend auf der Bühne von Peter Mim entgegennahm, wurde begeistert vom Publikum verfolgt. Die Familie war eigens aus Stuttgart angereist, da auch sie den Kontakt zum Opa aus Hannover in den vergangenen Monaten eingeschränkt hatte.
Dass die fünfjährige Enkelin Joie Leuchter den angebotenen Luftballon strahlend auf der Bühne von Peter Mim entgegennahm, wurde begeistert vom Publikum verfolgt. Die Familie war eigens aus Stuttgart angereist, da auch sie den Kontakt zum Opa aus Hannover in den vergangenen Monaten eingeschränkt hatte. | Bild: Yvonne Würth

Im zweiten Teil wurde es poetisch. Auch hier sämtlich ohne Sprache, erläuterte Peter Mim anschaulich innere Haltungen wie Hoffnung und Zuversicht. Das Leben in seinen Formen zwischen Jugend, Reife, Alter und Tod als poetische Sinnbilder des Todes wurde durch Musik unterlegt, welche die Bedeutungen des Dargestellten unterstrich.

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