Die Gemeinde Wutöschingen plant die Anlegung einer Erddeponie für arsenbelastetes Aushubmaterial. Bei der Erschließung des Gewerbegebietes Horheim sowie den Wohnbaugebieten in der Gemeinde fällt nahezu regelmäßig arsenbelastetes Aushubmaterial an, dessen Belastung geogen und damit natürlichen Ursprungs ist. Die Verwertung von diesem Aushubmaterial kann auf dem Grundstück, wo es angefallen ist im offenen Einbau, auf jeden Fall unter versiegelter Fläche, wiederverwendet werden. Bei der Verwertung außerhalb des Grundstückes ist der Einbau in technischem Bauwerk, wie beispielsweise einem Lärmschutzwall zulässig. Sind beide Verwertungswege nicht möglich, muss das Aushubmaterial auf einer behördlich genehmigten Erddeponie als Abfall gebührenpflichtig entsorgt werden.

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„Bislang konnten wir bei den Erschließungen angefallenes Aushubmaterial größtenteils vor Ort wieder einbauen oder beim Lärmschutzwall im Neubaugebiet verwenden. Doch zukünftig wird es uns an Möglichkeiten fehlen und wir müssten auf eine Erddeponie ausweichen“, erklärt Bürgermeister Georg Eble.

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Da auch bei Grabarbeiten durch den Werkhof und zunehmend auch beim Bau von Wohnhäusern in den Neubaugebieten immer wieder Aushub anfällt, müsste dieser auf die Erddeponie des Landkreises in Wutach-Münchingen verbracht werden. „Unsere Nachbargemeinde Lauchringen betreibt ebenfalls eine vom Landratsamt genehmigte Erddeponie, die allerdings für auswärtige Nutzung nicht zur Verfügung steht“, erläutert der Bürgermeister. Eine solche Erddeponie für geogen belastetes aber auch unbelastetes Aushubmaterial aus dem Gemeindegebiet, welches als Abfall entsorgt werden muss, soll jetzt auch in Wutöschingen realisiert werden.

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Im Gewann Kohlholz am Mettingerweg auf der Gemarkung Wutöschingen bietet sich eine vorhandene, 20.110 Quadratmeter große Senke, oberhalb der ehemaligen Altdeponie, für eine Auffüllung an. „Der ehemals vorhandene Waldbestand wurde durch einen Sturm im Jahre 2018 nahezu komplett zerstört und der verbliebene Rest von der Borkenkäferplage vernichtet“, betont Bürgermeister Eble. Nach Auffüllung der Senke soll dieser Bereich wieder neu angepflanzt werden. Ein Bodengutachten von Januar 2020 zeigt auf, dass der Boden im geplanten Auffüllbereich ebenfalls geogene Belastungen aufweist. Die Senke verfügt über ein Volumen von circa 86.500 Kubik, die in drei Bauabschnitten in einem Zeitraum von 10 maximal 15 Jahren aufgefüllt werden soll. Auch private Anlieferungen aus dem Gemeindegebiet könnten erfolgen, dafür wird, wie in der Gemeinde Lauchringen auch, eine Gebühr erhoben.

Gelände soll eingezäunt werden

Um eine unkontrollierte Ablagerung zu verhindern, soll das Gelände eingezäunt und mit einem abschließbaren Tor versehen werden. Für die Geländeauffüllung ist eine bau-und naturschutzrechtliche Genehmigung des Landratsamtes erforderlich. Der Gemeinderat stimmte der Beantragung dieser Genehmigung für die Senke am Mettingerweg durch die Gemeindeverwaltung einstimmig zu.