Die Sportvereinigung Wutöschingen wurde vor 100 Jahren gegründet, der Verein konnte mit Armin Flum, Gerd Schatlowski, Detlef Isele, Norbert Ruth sowie Heinrich Weisshaar, Helmut Englert und Bertold Kaiser sehr verdiente Aktive ehren.

Blick zurück

Im Gespräch mit den Vorsitzenden Heiko Kaiser (Veranstaltungen/Vereinsheim) und Karl-Heinz Silbereis (Sportliche Belange) erinnert sich Ehrenmitglied Armin Flum an so manch turbulente Zeiten, die hier nicht alle wiedergegeben werden können.

Der 85-jährige blickt auf 67 Jahre Fußball zurück: „Wenn du hoch geschossen hast, war der Ball in der Wutach, wir hatten früher nicht so einen Rasen gehabt wie jetzt.“

Besonders eng sei die Verbundenheit mit den Fußballern der benachbarten Dörfer gewesen, denn damals spielten alle in einer Mannschaft: „Wir haben Spieler gehabt von überall, Horheim hatte keine eigene Mannschaft, auch neun von Degernau waren dabei, zwei von Stühlingen, Lauchringen, von überall.“

Die A-Jugend der Sportvereinigung Wutöschingen im Jahr 1951/52 wurde als Meistermannschaft bezeichnet. Stehend von links: Rolf Keser, Siegfried Melchers, Herbert Marzian, Ernst Jungbauer, Manfred Schreiber, Werner Baumgartner, Klaus Marzian, Fritz Vosseler. Sitzend von links: Manfred Pieper, Heribert Philip und Armin Flum. Bild: Privat
Die A-Jugend der Sportvereinigung Wutöschingen im Jahr 1951/52 wurde als Meistermannschaft bezeichnet. Stehend von links: Rolf Keser, Siegfried Melchers, Herbert Marzian, Ernst Jungbauer, Manfred Schreiber, Werner Baumgartner, Klaus Marzian, Fritz Vosseler. Sitzend von links: Manfred Pieper, Heribert Philip und Armin Flum. Bild: Privat | Bild: privat

Im Gegensatz zu heute wurde früher nicht so viel trainiert: „Als Jugendspieler hast du dreimal in der ersten Mannschaft gespielt, schon wurdest du als Stammspieler hingestellt. Es gab kein Training, keine Disziplin.“

Fußball und Musik

Neben dem Fußball hatte Armin Flum eine weitere große Leidenschaft, die Musik. Der Schichtarbeiter hatte ein Abkommen mit dem Dirigenten Klaus Dreher treffen können, da er wegen der Arbeitszeiten regelmäßig in den Proben fehlen musste.

Dem Klarinettist (Es- und B-Klarinette) und Saxophonist gelang es, beide Hobbies miteinander zu verbinden. Armin Flum war Gründungsmitglied der Gugge-Musik Wutöschingen, die aus Fußballern der Alte-Herren-Abteilung bestand. Frisch verheiratet mit Ehefrau Paula Flum und nach Dettighofen verzogen, kam er nach drei Jahren zurück nach Wutöschingen und spielte bei den Alten Herren mit.

Auch dieses Bild gibt es in der Chronik der Sportvereinigung Wutöschingen. Denn 1973 formierte sich anlässlich der Fasnacht und der Beteiligung der Dorf-Vereine auch eine Musikgruppe, die Gugge-Musik Wutöschingen genannt wurde. Diese entstand aus den Alten Herren der Sportvereinigung Wutöschingen, wurde 1978 abgelöst durch die Gugge-Band Wutöschingen, der Vorgängerband der heute noch beliebten und erfolgreichen Gruppe Soundstoff. Armin Flum spielte bis in die frühen 80er Jahre mit. Bild: Privat
Auch dieses Bild gibt es in der Chronik der Sportvereinigung Wutöschingen. Denn 1973 formierte sich anlässlich der Fasnacht und der Beteiligung der Dorf-Vereine auch eine Musikgruppe, die Gugge-Musik Wutöschingen genannt wurde. Diese entstand aus den Alten Herren der Sportvereinigung Wutöschingen, wurde 1978 abgelöst durch die Gugge-Band Wutöschingen, der Vorgängerband der heute noch beliebten und erfolgreichen Gruppe Soundstoff. Armin Flum spielte bis in die frühen 80er Jahre mit. Bild: Privat | Bild: privat

Über die Aktionen der Fasnetfahrzeuge kam eine Handvoll der Alten Herren zum Musizieren an der Fasnacht. Die Gruppe kam so gut an, dass auch unter dem Jahr immer mehr Auftritte gewünscht wurden. Die Gugge-Musik Wutöschingen etablierte sich 1973 mit Dirigent Otto Maier, 1976 war Hubert Weißenberger Dirigent. Umbenannt und abgelöst von der AH-Abteilung wurde die Gruppe 1978, der Bandname wurde „Gugge-Band Wutöschingen„, Bandleader war Klaus Jehle.

Fußball und mehr

Der Vorsitzende Karl-Heinz Silbereis war schon von Kindesbeinen an mit dabei: „Ich habe den Mittags-Kindergarten geschwänzt und lieber Fußball gespielt, bis ich erwischt wurde.“

Was ihm auffällt, sind Fleiß und Engagement der Ehemaligen: „Die Alten Herren sind in der Regel die Unterstützer des Vereins. Das fehlt heute.“ Er wünscht sich, dass die heutigen Fußballer nach ihrer Aktiven-Zeit ebenso wie die Zeitgenossen Armin Flums bei den notwendigen Arbeitsdiensten mit dabei wären.

Die Vereinschronik

Die Vereinschronik erstellt von Vorsitzenden des Fördervereins Jürgen Budde mit Team, ist nahezu fertig. Sie enthält Ereignisse, Interviews, Bilder, Tabellen, Zeitungsberichte und mehr.

Geplant ist das Festbankett anlässlich des 100-jährigen Jubiläums am 6. November in der Klosterschüer, dann wird die Chronik für die Öffentlichkeit freigegeben. Die Sportwoche zum Jubiläum findet dann aufgrund der Corona-Pandemie ein Jahr später statt, vom 16. bis 24. Juli 2021.

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