Mit einer Einwohnerversammlung kommt der Gemeinderat dem Wunsch der Bürger in Eggingen nach. In der Gemeinderatssitzung im Pfarrsaal wurde es eng, die Bürger mussten zusammenrücken und in der Sitzung eine Mund-Nasen-Maske tragen. Bis 25 Bürger waren erlaubt, 18 waren erschienen und damit ein Vielfaches mehr als üblich. Was Michael Schmidt als regelmäßiger Besucher der Gemeinderatssitzungen seit langem wünscht, wurde in Angriff genommen: eine Einwohnerversammlung.

Der Antrag

Die Gemeinderäte Markus Baumann, Barbara Bauknecht, Angela Rohr und Pirmin Wiethaler hatten gemäß den Vorgaben nach § 201 GemO die Durchführung von jährlichen Einwohnerversammlungen schriftlich beantragt: „Der Bürgerwille ist an uns herangetragen worden: ‚der Bürgermeister hatte uns das bei der Wahl versprochen‘ – so haben es viele gesagt“, erläuterte Gemeinderat Markus Baumann.

Die Inhalte

Dabei soll ein Rückblick über Projekte des vergangenen Jahres gegeben werden mit positiven und negativen Aspekten sowie Information über die geplanten und tatsächlichen Kosten. Eine Information über den Haushalt sowie eine Vorstellung größerer Projekte und Vorhaben in der Zukunft. Die Einwohner sollen anders als in der Gemeinderatssitzung, wo sie außer beim Tagesordnungspunkt 1 „Bürgerfragestunde“ nur Zuhörer sind, auch Fragen, Anregungen und Ideen äußern dürfen. Gastredner von außerhalb sind bei Bedarf erwünscht, einer der Egginger Vereine soll rotierend bewirten, gegen Entgelt. Dies soll dem Gemeinwohl dienen und der Veranstaltung eine lockere, gemütliche Atmosphäre geben. Bereits mehrfach hatten die Gemeinderäte über das Thema beraten, die Abstimmung erfolgte mit sieben Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen (Pirmin Baucknecht, Klaus Mayer und Jürgen Fischer) sowie einer Enthaltung von Holger Albicker.

Die Bedenken

Gemeinderat Jürgen Fischer verwies auf die Bürgerfragestunde zu Beginn der Gemeinderatssitzungen: „Ich halte wenig davon. Wir sind eine selbstständige Gemeinde. Bei mehreren Ortsteilen vielleicht.“ Auch Gemeinderat Holger Kostenbader erinnerte an die bereits erfolgten Info-Veranstaltungen zu Badesee und Spielplatz, dennoch möchte er sich solidarisch zeigen: „Einmal heißt nicht immer.“ Ob die Versammlung jedes Jahr stattfinden soll, soll nach dem ersten Termin entschieden werden, auch soll es eine Info-Veranstaltung sein: „Es ist wichtig, dass der Bürgermeister nicht zerpflückt wird. Nicht rechtfertigen für jede Entscheidung.“ Gemeinderat Holger Albicker verwies ebenso auf die Gemeinderatssitzungen: „Wenn es angenommen wird, kann man es immer so machen, wenn nicht, dann nicht.“ Pirmin Wiethaler hat es in der Nachbargemeinde Stühlingen positiv erlebt: „Mit Essen kann das eine gemütliche Veranstaltung werden.“ Pirmin Bauknecht sieht die jährliche Notwendigkeit nicht. Barbara Bauknecht sagte: „Das ist ein Anliegen von den Bürgern, deshalb sollte man dem eine Chance geben.“ Inhalte und Zeitpunkt werden vom Gemeinderat noch festgelegt.

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