Die Fröhlich Frommen Frauen aus Wutöschingen haben zu einem Ausflug in Richtung Grießen eingeladen. Von der Herbstsonne begleitet, machte sich eine Wandergruppe und eine Autofahrgruppe auf den Weg zur Besichtigung der Kirche St. Peter und Paul in Grießen. Die im Maßstab von Kirchenzeitrechnungen quasi knapp erst dem Jugendalter entwachsene heutige Grießener Pfarrkirche bietet innen wie außen ein imposantes Bild. Walter Bernhart aus Grießen erwartete die Frauen mit vielen Infos rund um die Geschichte der Pfarrkirche. Dies schreiben die Fröhlich Frommen Frauen in einer Pressemitteilung.

Seit dem Jahr 1124 sind mindestens drei Vorgängerkirchen belegt. Die letzte im barocken Stil erbaute wurde wegen ihrer Baufälligkeit abgerissen. In den Jahren 1900/01 wurde dann die heutige Kirche St. Peter und Paul im neugotischen Stil erbaut. Damals war das Dorf Grießen überaus wohlhabend mit vielen den Kirchenbau unterstützenden Einwohnern und Handwerkern, sodass diese imposante Kirche gebaut werden konnte. Aus heutiger Sicht muss man dankbar sein, dass in den Folgejahren eine damals übliche, alles übermalende und meist in weiß gehaltene Innenrenovierung aus Geldmangel nicht stattgefunden hat und somit die wunderschönen Ornamentmalereien im Innenraum erhalten geblieben sind.

Als vor einigen Jahren ein heftiges Unwetter den Hahn von der 60 Meter hohen Kirchturmspitze herunterriss, gab es tatsächlich Überlegungen, statt eines neuen Hahnes einen Esel auf dem höchsten Punkt anzubringen. Aber Grießen war noch nicht bereit für so viel Veränderung. Stattdessen wurde auf dem neuen Hahn, der in einer spektakulären Aktion in dieser Höhe wieder neu angebracht wurde, ein Esel eingraviert, heißt es in der Mitteilung.

Viele solcher immer mit einem Augenzwinkern unterlegten Hintergrundinformationen ließen die Kirchenführung mit Walter Bernhart zu einem fröhlichen, kurzweiligen Nachmittag werden. Nach einem gemeinsam gesungen Kanon in der Kirche verabschiedeten sich die Frauen und weiter ging es den herbstlichen Weinberg hinauf zur Weinberghütte der Familie Gromann in Rechberg. Mit Blick in das in der Abendsonne glänzende Klettgautal ließen die Fröhlich Frommen Frauen beim Winzervesper und bei dem einen oder anderen guten Tropfen den Tag ausklingen. Gut gestärkt ging es dann im Mondenschein wieder in Richtung Heimat – in das nicht minder schöne Wutachtal.