Auf ein ruhiges Jahr hat die Narrenzunft Gwaag zurückgeblickt. „So ganz wollten wir uns die närrischen Aktivitäten nicht nehmen lassen“, sagten die beiden Vorsitzenden Tobias Büche und Markus Germann. Deshalb hatten sie sich einige Aktionen einfallen lassen, wie die Narrenzunft in einer Pressemitteilung schreibt.

Das Duo hatte im April 2020 gerade sein erstes Jahr erfolgreich gemeistert, als Corona das Vereinsleben zum Erliegen brachte. Zeitweise fiel der Stammtisch aus, Helferfest und Hauptversammlung wurden abgesagt. „Wir haben unseren Jahresrückblick den Zunfträten elektronisch zugestellt“, erklärte Büche. Anstelle des Helferfestes organisierte er mit Germann einen Adventskalender, deren 24 Gutscheine von Geschäften und Restaurants der Region täglich einem anderen Mitglied zugelost wurden. Für die Bevölkerung stellten alle Narrenvereine ihre Fasnachtskostüme in den Geschäften aus und veranstalteten ein Quiz.

Der Tag, an dem das Narrentreffen hätte stattfinden sollen, verging nicht lautlos: Mit drei Böllerschüssen markierten die Gwaagen den Start der Schwerzener Geisterfasnacht. Als Ersatz für die Rathauserstürmung hatten die Narrenvereine eine Videobotschaft an Bürgermeister Georg Eble und sein Team gesandt. Statt der Kinderfasnacht gab es Süßes für den Narrensamen.

Seit Sommer 2021 treffen sich die Narren wieder. So bewirteten die Gwaagen im September die Öschinger Frösche und veranstalteten einen Familiensonntag. Für den Tag bedankte sich Carla Schneider und sprach aus, was alle denken: „Wir hoffen auf eine schöne Fasnacht 2022.“ Wolfgang Kessler, Vorsitzender des Musikvereins Schwerzen, dankte für die gute Zusammenarbeit.

Die Bilanz für 2021 von Kassierer Thomas Reck fiel negativ aus: „Da das Narrentreffen nicht stattfand, hatten wir außer den Altmetallsammlungen keine Einnahmen. Aber wir haben in neue Fräcke, Masken und Kleidung investiert.“ Roland Reckermann, der mit Raimund Ringgeler die Kassen geprüft hatte, attestierte ihm eine einwandfreie Arbeit. Bürgermeister Georg Eble sagte: „Ich habe den Zusammenhalt unserer Vereine in der Corona-Zeit gespürt – das war außergewöhnlich.“ Ob es 2022 ein Narrentreffen geben wird, entscheidet sich im November.

Die Narrenzunft Gwaag hat ihren Vorstand im Amt bestätigt (von links): Kassierer Thomas Reck, die Vorsitzenden Tobias Büche und Markus Germann sowie Schriftführer Thorsten Schneider.
Die Narrenzunft Gwaag hat ihren Vorstand im Amt bestätigt (von links): Kassierer Thomas Reck, die Vorsitzenden Tobias Büche und Markus Germann sowie Schriftführer Thorsten Schneider. | Bild: Narrenzunft Gwaag

Der Vorstand wurde einstimmig für die nächsten zwei Jahre bestätigt. An der Spitze stehen weiterhin Tobias Büche und Markus Germann, Kassierer ist Thomas Reck, Schriftführer Thorsten Schneider. Beisitzer sind Sven Remmele, Thomas Indlekofer, Felix Lüthe und Christof Widder, Kassenprüfer Roland Reckermann und Raimund Ringgeler.

Seit 25 Jahren ist Thomas Indlekofer im Verein aktiv. „Er bringt sich mit seinem Arbeitseifer, Know-how und seinen landwirtschaftlichen Geräten ein – ob bei der Alteisen-Sammlung oder beim Narrentreffen“, sagte Büche. Von 2014 bis 1019 war Indlekofer stellvertretender Vorsitzender. Für sein Engagement ernannten ihn Tobias Büche und Markus Germann zum Ehrenmitglied. Thorsten Schneider wurde für sein zehnjähriges Schriftführer-Amt geehrt.