Das Patrozinium des Heiligen Antonius, das in Horheim stets am 17. Januar gefeiert wird, konnte am Sonntag trotz des Corona-Lockdowns mit einem Gottesdienst, einem Rosenkranz und einer Dankandacht gefeiert werden. Die sonst üblichen Wallfahrer blieben zu Hause, es gab lediglich zwölf Plätze für Einzelpersonen, Paare oder Familien.

Erstes Patrozinium

Pfarrer Veit Rutkowski zelebrierte zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt im September 2020 das Patrozinium in Horheim. Er nahm das aktuelle Thema Corona mit in seine Predigt auf: „Die Wellenbewegungen mit Höhen und Tiefen des Christentums, und jetzt erleben wir eine Tiefe.“ In zahlreichen Beispielen verwies er auf die Hoffnung, die dennoch stark sein kann. „Wir werden hellhörig, für einen Telefonanruf zum Beispiel. Wir werden aufmerksam für die kleinen Dinge im Leben.“

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Martin Maurer hatte vor dem Gottesdienst bereits Schnee geschippt, um den Kirchenbesuchern den Zugang zu erleichtern. Das Kirchenteam hatte ein Faltblatt vorbereitet und ein Fläschchen Weihwasser daran gebunden: „Vielleicht können die Antoniusbitten, das Antoniusblatt in diesem Faltblatt sowie das beigefügte Weihwasser für die Daheimgebliebenen eine Anregung für ein Gebet im Stillen bieten.“

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Die eigens für das jährliche Patrozinium vor Jahrzehnten gegründete Antoniuskapelle ist eine reine Blechbläserformation. Um auf der Empore mit dem nötigen Abstand spielen zu können, pausierte die Gruppe. Die Vorsitzenden des Musikvereins Horheim, Ursula von Olnhausen (Klarinette, Gesang) und Yvonne Würth (Klarinette, Querflöte) hatten den Gottesdienst musikalisch umrahmt.

Der Patron

Der „Universalpatron“ Antonius Abbas war ein Sohn wohlhabender Bauern. Nach dem Tod seiner Eltern verschenkte er seinen Besitz und zog sich in Einsamkeit zurück, bis er im Alter von angeblich 105 Jahren gestorben ist. Der heilige Antonius gilt als Begründer des christlichen Mönchtums. Anlässlich einer Ende des elften Jahrhunderts auftretenden, Antoniusfeuer genannten Seuche, die man später als Vergiftung durch Mutterkorn identifizierte, suchte man Zuflucht bei den Reliquien des heiligen Antonius als Heilmittel. Antonius ist Helfer gegen verschiedene Seuchen sowie der Schutzheilige der Bauern und ihrer Nutztiere, aber auch der Sauhirten und Metzger.