Rundherum zufrieden ist der Awo-Ortsverein Wutöschingen nach dem ersten Repair-Café in der Seniorenwohnanlage. „ Wir freuen uns über die tolle Resonanz“, erklärt Heidi May-Bomans, die gemeinsam mit Hans Ulrich Keller die organisatorischen Fäden der Aktion gezogen hat. „Zahlreiche Besucher sind mit Geräten zu uns gekommen und dank unserer geschickten Helfer erfüllen jetzt viele wieder ihren Zweck.“

Starkes Team: Die Drahtzieher Heidi May Bomans und Hans Ulrich Keller mit einem Teil des Teams, das beim Repair-Café ehrenamtlich tätig ist (von links): Helga Gantert, Heidi May-Bomans, Veronika Mahler, Ingrid Weikert und Hans Ulrich Keller.
Starkes Team: Die Drahtzieher Heidi May Bomans und Hans Ulrich Keller mit einem Teil des Teams, das beim Repair-Café ehrenamtlich tätig ist (von links): Helga Gantert, Heidi May-Bomans, Veronika Mahler, Ingrid Weikert und Hans Ulrich Keller. | Bild: Holzwarth, Sandra

Rund 50 Reparaturen wurden bei der Anmeldung registriert und auch nach Veranstaltungsende um 14 Uhr waren die ehrenamtlichen Helfer noch fleißig am Werkeln und Tüfteln. Staubsauger, Bohrmaschinen, Fensterputzer – am Tisch für Elektrogeräte gab es eine Menge zu tun. Auch bei der Unterhaltungselektronik ging die Arbeit nicht aus.

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Brunhilde Weissenberger aus Geißlingen hatte ein rund 50 Jahre altes Tonbandgerät mitgebracht, das keinen Mucks mehr machte. Hans-Peter Ruedi konnte es schnell wieder zum Laufen bringen. Die Freude der Besitzerin war groß: „Ich bin sehr glücklich, es war mir ein großes Anliegen, dieses Tonbandgerät zu erhalten, denn ich habe so viele Bänder zu Hause, die mir wertvoll sind und ohne Abspielgerät wären diese für mich verloren.“

Große Freude: Brunhilde Weißenberger freut sich sehr darüber, dass ihr Tonbandgerät wieder funktioniert.
Große Freude: Brunhilde Weißenberger freut sich sehr darüber, dass ihr Tonbandgerät wieder funktioniert. | Bild: Holzwarth, Sandra

Am Tisch der Wollmäuse, eine Gruppe, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Stricken und Austausch trifft, konnten sich Besucher des Repair-Cafés Hilfe bei ihren Handarbeiten holen. Auch eine Nähmaschine stand bereit, um Unterstützung zu leisten. Im Außenbereich gab es bei Hans Ulrich Keller und seinem Team Hilfe für defekte Fahrräder oder Gartengeräte. „Die Bremse an meinem Fahrrad sitzt nicht mehr fest“, erklärt eine Besucherin, die mit ihrem Rad gekommen ist.

Viele Tricks: Bei Problemen rund ums Thema Handarbeiten leisteten die Wollmäuse Unterstützung. Im Bild Ingrid Schmidt (links) und Ingrid Weickert.
Viele Tricks: Bei Problemen rund ums Thema Handarbeiten leisteten die Wollmäuse Unterstützung. Im Bild Ingrid Schmidt (links) und Ingrid Weickert. | Bild: Holzwarth, Sandra

„Ich hoffe hier auf Hilfe, aber ich möchte gerne zuschauen, damit ich es das nächste Mal selbst reparieren kann.“ Genau darum geht es im Repair-Café auch. „Wir geben gerne Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Hans Ulrich Keller. „Oftmals ist es nur eine Kleinigkeit, die gemacht werden muss und wer Interesse daran hat, kann es leicht selbst lernen.“

Feste Bremse: Hans Ulrich Keller aus Dettighofen unterstützt die Awo-Ortsgruppe mit Know-How und einem Helferteam.
Feste Bremse: Hans Ulrich Keller aus Dettighofen unterstützt die Awo-Ortsgruppe mit Know-How und einem Helferteam. | Bild: Holzwarth, Sandra

„Manchmal sind Geräte nicht einmal kaputt, sondern die Bedienung wurde nicht richtig verstanden“, berichtet Kerstin Guhl, vom Awo-Ortsverein Bad Säckingen. Mit drei anderen Mitstreitern ist sie nach Wutöschingen gekommen, um die Premiere des Repair-Cafés dort zu unterstützen. Die vier bringen viel Erfahrung mit, denn in Bad Säckingen hat der Awo-Ortsverein vor Kurzem das 20. Repair-Café veranstaltet. Abschauen und nachmachen ist ausdrücklich erwünscht bei der Aktion, die ein Zeichen für Nachhaltigkeit und gegen die Wegwerf-Mentalität setzt.

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Rund zwei Drittel aller vorgestellten Geräte konnten im Repair-Café Wutöschingen am Samstag wieder zu neuem Leben erweckt werden. Geräte, die sonst vermutlich weiterhin ein nutzloses Dasein gefristet hätten, bevor sie in der Tonne gelandet wären. „Alles können wir nicht reparieren, aber bei den Dingen, die wirklich kaputt sind, haben die Besitzer dann wenigstens die Gewissheit, dass nichts mehr zu retten ist“, erklärt Heidi May-Bomans.

Trotz des regen Treibens war die Stimmung im Repair-Café fast gemütlich und sehr freundlich. Die Veranstaltung soll auch einen geselligen Charakter haben und Menschen zusammenbringen, dabei ist die Begegnungsstätte der Seniorenwohnanlage als Veranstaltungsort der perfekte Rahmen. Die Awo-Ortsgruppe hatte für die wartenden Besucher Kaffee und Kuchen gerichtet. Manche handwerklich geschickten Besucher boten sogar Hilfe für das nächste Repair-Café an. „Darüber freuen wir uns sehr, helfende Hände werden immer gebraucht“, erklärt die Organisatorin.

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