Mit dem Neubau einer gymnasialen Oberstufe für ihre Gemeinschaftsschule nimmt die Gemeinde Wutöschingen ein weiteres Großprojekt in Angriff. Einstimmig gab der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für die ersten Grundrisspläne, die Bürgermeister Georg Eble und Architekt Harald Jäger aus Lauchringen in der öffentlichen Sitzung vorstellten. In diesem ersten Schritt wurde die Raumstruktur festgelegt, danach wird die Planung für den Innenraum erarbeitet.

Die Kosten

Über die Kosten für das Projekt wurde noch nicht gesprochen „Architekt Jäger ist dabei diese zu ermitteln“, erklärte Bürgermeister Eble, versprach aber: „Wir werden mit spitzer Feder rechnen. Auch auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt Georg Eble: „Zu den Kosten für den Neubau unseres Gymnasiums können wir noch nichts sagen, da wir die Planungen so oft geändert haben, dass eine Schätzung der Kosten Kaffeesatzleserei wäre.

Auch müssen wir zunächst die Kostenberechnung von Firma Hohenloher für die Ausstattung der naturwissenschaftlichen Fachräume abwarten.“ Fest steht aber schon, dass dieser Neubau teurer werden wird, wie das weiße Lernhaus.“ Besagter Neubau hatte 5,6 Millionen gekostet, wobei 2,2 Millionen über Zuschüsse bestritten wurden. Auch beim Neubau für die Sekundarstufe 2 hofft die Gemeinde auf Zuschüsse in Höhe von rund 1,7 Millionen. „Wir investieren viel Geld in unsere Schule und damit in die Bildung und in die Zukunft. Meiner Meinung nach ist das Geld dort gut angelegt“, so Bürgermeister Eble.

Der Neubau

In direkter Nachbarschaft zum weißen Lernhaus, dem Schulneubau, der 2016 eingeweiht wurde, soll das neue Gebäude entstehen, dessen Bau notwendig wird, nachdem die Gemeinschaftsschule die Anerkennung für eine gymnasiale Oberstufe erhalten hat. Das eindrucksvolle Gebäude in zweistöckiger Bauweise wird voraussichtlich mit einer Gesamtfläche von 2439 Quadratmetern realisiert. Wobei 120 Quadratmeter für eine Teilunterkellerung vorgesehen sind, 1527 Quadratmeter Fläche für das Erdgeschoss und 792 Quadratmeter im Obergeschoss.

Dominierender Raum im Erd- und Obergeschoss wird der 476 Quadratmeter große Co-Workingspace, der über beide Stockwerke offen ist und über eine große Sitztreppe verfügt. Im Erdgeschoss sind außerdem verschiedene Lernwerkstätten, ein Sprachen-Café, Bewegungsraum, Büro, Server-und Sitzungszimmer sowie sanitäre Anlagen, Umkleide, Garderobe, Putzraum und Aufzug untergebracht.

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Im Obergeschoss gibt es neben einem Raum der Stille mehrere Input, Coaching- und Meetingräume, dazu sanitäre Anlagen und einen weiteren Putzraum. Eine durchdachte Planung macht es möglich, dass Räume teilweise mittels Schiebewände vergrößert werden können. Die Planung sieht vor, dass viele Räume zum Flur und dem Co-Workingsspace hin mit Glaswänden erschlossen werden und auch die Wände ins Freie sind von großen, bodentiefen Fenstern dominiert. Der Co-Workingsspace überragt das Flachdachgebäude um ein Stück, was den eindrucksvollen Charakter des Bauwerks unterstreicht.

„Das ist wirklich ein spannender Plan“, lobt Gemeinderätin Rita Billich (CDU) und ist nicht die einzige im Rat, die sich anerkennend zur Planung äußert. In der kommenden Gemeinderatssitzung werden Detailpläne und Kosten vorgestellt.