Zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit fand ein ausführlicher Informationstag des Aluminiumforums Hochrhein statt, bei dem sich die Unternehmen in Vertretung ihrer Personalführungskräfte austauschten und auch Kontakt zu den Mitarbeitern der Arbeitsagentur hergestellt wurde. 14 Sachbearbeiter der Bundesagentur für Arbeit sowie acht Firmenvertreter nahmen an der Veranstaltung teil, auch der Bürgermeister der Gemeinde Wutöschingen, Georg Eble, der die Initiative für das Aluminiumforum anstieß, saß mit am Tisch.

Neben der Vorstellung des Portfolios der Arbeitsagentur stand als weiterer Themenschwerpunkt die Weiterbildung und Qualifizierung auf der Tagesordnung, gefolgt von der Frage: "Wie gelingt die Einstellung von Flüchtlingen und welche Fördermöglichkeiten bietet die Arbeitsagentur?" Bei der anschließenden Diskussionsrunde wurde deutlich, dass berufliche Weiterbildung für alle Altersstrukturen einen hohen Stellenwert und Gewinn für die Unternehmen darstellt. Durch spezielle Förderprogramme erhalten ältere Arbeitnehmer (über 45 Jahre) die Möglichkeit zu einer besseren Qualifizierung oder auch Umschulung.

Die Erfahrungsberichte bei der Einstellung von Flüchtlingen offenbarten jedoch erhebliche Probleme, die die anfängliche Euphorie der Firmen, die sich durch die Flüchtlingswelle auch Fachkräfte erhofften, deutlich dämpfte. Viele Unternehmen sind mit Schwung gestartet und haben Bereitschaft gezeigt, Flüchtlinge einzustellen. Die fehlenden Fachkompetenzen und Qualifikationen, die nicht vorhandenen Deutschkenntnisse, die teilweise geringe Bereitschaft eine Ausbildung zu machen und auch die behördlichen Hürden haben den anfänglichen Idealismus stark gedämpft, der Wille zur Einstellung von Flüchtlingen ist bei den Firmen jedoch noch vorhanden.

Von der Führung durch die Unternehmen Aluminiumwerke Wutöschingen (AWW) und König Metallveredelung in Lauchringen sowie der Vorstellung der Berufsbilder und Ausbildungsbereiche waren die Teilnehmer der Bundesagentur für Arbeit beeindruckt. Pius Rombach, Ausbildungsleiter für die gewerblichen Auszubildenden bei AWW resümierte positiv und bestätigte, dass es wichtig ist, mit den Arbeits- und Lehrstellenvermittlern eng zusammenzuarbeiten. „Werbefilme können den persönlichen Eindruck nicht ersetzen“, sagte der Fachausbilder und ergänzte: „Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter der Arbeitsagentur sehen, wie bei uns gearbeitet wird und was wir bieten, aber auch, dass es bei uns laut und schmutzig zugeht.“ Christian Wirth und Gabriele Hilpert von der Arbeitsagentur haben die Kooperationsveranstaltung mit dem Aluminiumforum organisiert und zeigten sich über den Informationsaustausch zufrieden. Es sei für eine gute und individuelle Beratung von großer Bedeutung, in die Betriebe hineinzuschauen.

Das Forum

Das Aluminiumforum Hochrhein besteht aus neun Partnerunternehmen aus den Landkreisen Lörrach und Waldshut. Als Ziele dieses Forums werden in erster Linie Kooperationen sowie die Zusammenarbeit untereinander und mit regionalen wie kommunalen Stellen genannt, die Bündelung von Kompetenzen sowie die Außenwahrnehmung und auch die gesellschaftliche Verantwortung hinsichtlich Ausbildung und Arbeitsplätzen. Moderiert wird das Aluminiumforum von der Wirtschaftsregion Südwest GmbH in Waldshut-Tiengen.