Wutöschingen Untersuchungen zeigen Arsenbelastung in den Baugebieten Markwiesen-Maueräcker in Horheim und In den Langwiesen II in Wutöschingen

Die Gemeinde Wutöschingen will Kosten für die Entsorgung von arsenbelastetem Aushubmaterial in den neuen Baugebieten Markwiesen-Maueräcker in Horheim und In den Langwiesen II in Wutöschingen sparen. Der Aushub soll deshalb direkt vor Ort wieder eingebaut werden.

Die Gemeinde Wutöschingen arbeitet mit Nachdruck an der Erweiterung der Baugebiete für Gewerbe sowie für den klassischen Wohnungsbau, da alle verfügbaren Baugebiete bereits erschöpft sind. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens sind auch Bodenuntersuchungen zur Vorlage als geotechnische Berichte notwendig. Hier geht es in erster Linie darum, herauszufinden, wie der Schichtaufbau des Baugrundes aussieht, wo die Grundwasservorkommen liegen, wie sich die Gesteins- und Erdzusammensetzungen gestalten und wie stark die Humusschicht ist.

Diese Erkenntnisse sind für die statischen Gründungsberechnungen wichtig und dienen außerdem der Gebäudeplanung. Des Weiteren enthält der Bericht Aussagen über die geologische Bodenbelastung mit Schadstoffen. In den Baugebieten Markwiesen-Maueräcker in Horheim und In den Langwiesen II in Wutöschingen wurden demnach Arsenbelastungen in der Gefahrenstufe Z-1.1 festgestellt. Dies bedeutet, dass die jeweilige Mutterbodenschicht bei einem möglichen Aushub zwar belastet ist, aber vor Ort, also innerhalb des Baugebiets, wieder eingebaut werden kann. Erde, die vor Ort bleibt, macht der Gemeinde und den jeweiligen Bauherren also keine Probleme, sollte jedoch ein direkter Einbau nicht möglich sein, fallen aufgrund der Arsenbelastung Deponiegebühren an.

Außerdem besagt die Vorschrift, dass aufgrund der Bodenbelastung, sollte die Mutterbodenschicht nicht ausgetauscht werden, kein Kinderspielplatz in diesem Bereich angelegt werden darf. Dies klang für die Mitglieder des Gemeinderats jedoch etwas unverständlich, zumal auf diesen Äckern jahrhundertelang Kartoffeln angebaut wurden und nun sei der Grund und Boden plötzlich als giftig eingestuft. Laut des geotechnischen Berichts beschränkt sich die Arsenbelastung auf die Humusschicht, die im künftigen Wohngebiet In den Langwiesen II in Wutöschingen lediglich eine Stärke von 20 bis 30 Zentimetern aufweist und im erweiterten Gewerbegebiet in Horheim zwischen 40 und 100 Zentimetern dick ist.

Somit wird die Gemeinde versuchen, die anfallenden Aushubmengen innerhalb der zu erschließenden Baugebiete zu belassen, um dadurch keine zusätzlichen Kosten zu produzieren. Dennoch merkte Bürgermeister Georg Eble mit Nachdruck an, dass sich die Gemeinde künftig auf kritische geologische Berichte mit möglichen giftigen Bodenbelastungen einstellen muss, da es außerdem bereits Überlegungen gibt, auch den Radongehalt im Boden zu bewerten und mit Grenzwerten zu belegen.

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