Auch das Bühnenbild hatte die Theatergruppe selbst gebaut und professionell gestaltet. Mit Filmkameras und Beamer wurden die einzelnen Szenen in Großformat auf zwei Leinwände projektiert, so dass auch die Zuschauer im hinteren Teil der Halle, alles auf der Bühne mitverfolgen konnten.

Der Schuster war ein einsamer, lebensmüder alter Mann, der in seinem Leben kaum noch einen Sinn sah. Eines Tages besuchte ihn ein Pilger und versprach ihm, dass Jesus bei ihm einkehren würde. Der Schuster wartete in seiner Werkstatt, die auch die Wohnung war, sehnsüchtig auf den Gast. Doch statt von Jesus, wurde er von drei anderen Personen besucht, die auf seie Hilfe und Unterstützung angewiesen waren. Als Martin der Schuster jedoch am Abend in der Bibel las, wurde ihm durch eine innere Stimme bewusst, dass diese drei Begegnungen ein Zusammentreffen mit Jesus gewesen sein konnten. Sein Leben machte ihm fortan wieder Freude und Glück strahlte aus seinem Gesicht.

Martin der Schuster war mit seinem Leben nicht mehr zufrieden, doch dann begegnete er drei Menschen, denen er Hilfe und Unterstützung zuteil werden ließ. Bild: Heidrun Glaser
Martin der Schuster war mit seinem Leben nicht mehr zufrieden, doch dann begegnete er drei Menschen, denen er Hilfe und Unterstützung zuteil werden ließ. Bild: Heidrun Glaser

Pfarrer David Brunner griff diese Geschichte auf, um den Gästen am Vorabend zu Heiligabend mitzuteilen, dass Gott selbst in uns wirken könne. "Du wirst von Gott gebraucht", erklärte der evangelische Theologe und forderte die Zuschauer auf, sich dessen bewusst zu werden, um zu erkennen, was unsere Aufgaben seien.

Die Band der Kirchengemeinde untermalte die Geschichte mit Liedern in modernem Sound. Mit bunten Stäben, die durch Knicken zum Leuchten gebracht wurden, stellte die Menschenschar in der Halle ein Lichtermeer da, das analog zu Christi Geburt zu strahlen begann. Es sei die Aufgabe der Menschen, dieses Licht der Liebe weiterzugeben. Wer am noch auf der Suche nach einem Last-Minute-Weihnachtsgeschenk war, wurde am Bücherstand fündig. Die freiwillige Kollekte spendet die Kirchengemeinde an die Opfer der Naturkatastrophe auf den Philippinen.