Bei den Arbeitsvergaben für die Sanierung der Degernauer Grundschule wies Bürgermeister Georg Eble das Gremium auf die Zeitnot hin.

Da die Frist zur Abgabe von Angeboten erst einen Tag nach der Sitzung am Montagabend ablief, formulierte er eine ungewöhnliche Bitte: „Das Projekt ist druckbehaftet. Wir bitten deshalb darum, dass wir den günstigsten Bieter in Eigenregie beauftragen können.“ Über das Ergebnis soll das Gremium in der Sitzung am 29. Juli informiert werden. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für diese Vorgehensweise.

Vergeben werden sollen die Arbeiten für den Einbau von Fenstern und Fenstertüren, Aluminiumtüren sowie Bodenbelagsarbeiten. Für das Los eins wurden Teppichfliesen für Aula, Flur, Klassenzimmer, Betreuungszimmer, Lehrerzimmer und Besprechungsraum ausgeschrieben. Das Los zwei beinhaltet einen Kautschukbelag im Eingangsbereich bis zur Garderobe, der Teeküche und im Besprechungsraum.

Kritik an der Verwendung von Kunststoff

Weitere Ausschreibungen laufen bereits, deshalb stellte Architektin Andrea Rinne Materialien vor, die verwendet werden sollen. Wie sie erläuterte, wurde in Absprache mit Lehrern und der Verwaltung „vorgemustert“.

Der Gemeinderat konnte sich bei der Sitzung bis auf wenige Ausnahmen auf die Vorschläge einigen. Martin Koller hakte beim Kautschukboden nach. Damit habe man in der Vila Kunterbunt schlechte Erfahrungen gemacht. Rinne erklärte, dass es diesmal ein anderer Hersteller sei. Nicht einverstanden war das Gremium mit der Verkleidung für die Außenfassade.

Das Material ist teilweise aus Kunststoffelementen in Holzoptik. Das stieß vielen Räten auf. Matthias Büche und Alexander Bulz (beide FW) kritisierten die Verwendung von Kunststoff. „Ich würde so etwas nicht an meine Fassade machen“, betonte Bulz.

Der Gemeinderat überlässt es nun der Verwaltung, eine Alternative zu dem vorgeschlagenen Material für die Fassade zu suchen. Entweder soll Holz verwendet werden oder eine Eternit-Fassadenverkleidung.