Einstimmig gab der Gemeinderat Wutöschingen am Montag grünes Licht für den Neubau eines Schulgebäudes in dem die gymnasiale Oberstufe der Gemeinschaftsschule an der Alemannenschule unterrichtet wird. Der von Architekt Harald Jäger entworfene Neubau wird mit 7,6 Millionen Euro das größte Einzelprojekt, welches die Gemeinde bisher realisiert hat.

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„Ich bedanke mich für den einstimmigen Beschluss, die Geschlossenheit unseres Gremiums ist sehr bedeutend für dieses Großprojekt“, erklärte Bürgermeister Georg Eble. So bemerkenswert wie der Weg der Gemeinschaftsschule bis zur gymnasialen Oberstufe ist, so präsentiert sich auch der Neubau, der in Nachbarschaft zum 2016 eingeweihten weißen Lernhaus entstehen soll. Das schlichte aber eindrucksvolle zweigeschossige Bauwerk, mit einer Gesamtfläche von 2439 Quadratmeter, wurde in der vorausgegangenen Gemeinderatsitzung bereits vorgestellt. Zwischenzeitlich wurde die Planung noch einmal optimiert und die Kosten ermittelt.

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Beides stellten Bürgermeister Eble und Architekt Harald Jäger dem Gemeinderat vor. So wird das Treppenhaus im Eingangsbereich, das bislang nur in das Kellergeschoß führte, nun auch ins Obergeschoß weitergeführt, um die Treppe im Co Working Space, einem eindrucksvollen großen Lernatelier, zu entlasten. „Der Co Working Space soll konzentriertes Arbeiten ermöglichen, da ist Durchgangsverkehr nicht sinnvoll“, erklärt der Bürgermeister. Durch die Umplanung ergaben sich auch im Obergeschoß Veränderungen. Ein vorgesehener Freibereich wird komplett ins Gebäude einbezogen, „dadurch entsteht mehr Raum, ohne dass sich die Kosten wesentlich erhöhen“, so Architekt Jäger. Der Garderobenbereich wird mit einer Tür abgetrennt und damit eine mögliche Lärmquelle eliminiert. Da es in der gymnasialen Oberstufe keine personalisierten Arbeitsplätze mehr geben wird, werden im Garderobenbereich abschließbare Spinde eingebaut. Für die 7,6 Millionen Gesamtkosten erhofft sich die Gemeinde Zuschüsse in Höhe von 1,7 Millionen Euro.

Stolz präsentieren sich Bürgermeister Georg Eble (links) und Rektor Stefan Ruppaner im Juni nach dem Gewinn des zweiten Preises bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin.
Stolz präsentieren sich Bürgermeister Georg Eble (links) und Rektor Stefan Ruppaner im Juni nach dem Gewinn des zweiten Preises bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin. | Bild: privat/Mirko Sidloch

Gemeinderat Markus Büche (FW) lobte die gelungene Planung: „Sie hatte mich in der letzten Sitzung schon überzeugt und wurde jetzt nochmal optimiert. Besonders gefällt mir der Bewegungsraum, der den Schülern 365 Tage im Jahr zugänglich sein soll.“ Gemeinderat Achim Würth (Die Grünen) fragte, ob auch eine Fläche für Bewegung im Freien möglich wäre, worauf der Bürgermeister versicherte, dass darüber nachgedacht wird. Es sei durchaus vorstellbar, beispielsweise ein Beachvolleyball-Feld anzulegen. Gemeinderat Niklas Nüssle (Die Grünen) wollte wissen, wieviel Grunderwerb für den Neubau noch nötig ist. Bürgermeister Eble gab daraufhin bekannt, dass 6000 Quadratmeter Land gekauft wird. Die Kosten dafür sind in der Berechnung noch nicht aufgeführt.