Auch in diesem Schuljahr übten die Lernpartnerinnen und Lernpartner der Alemannenschule in Wutöschingen wieder ein Musical ein. Knapp 70 Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Klassenstufen von der Grundschule bis zur Abschlussklasse der Gemeinschaftsschule trafen sich über ein halbes Jahr zu regelmäßigen Proben und Probenwochenenden während ihrer Freizeit, um die Aufführung einzustudieren.

Das Drehbuch des Musicals „Der kleine Tag“ wurde selbst geschrieben und bezog das Schulleben und die Gemeinde Wutöschingen mit ein. So reiste „Der kleine Tag“, in den Hauptrollen gespielt von den beiden Fünft-Klässlerinnen Lea Baumgartner und Amelie Hirsch auf einem Lichtstrahl zur Erde, um als ganz besonderer Tag in die Geschichte einzugehen. In Wutöschingen erlebte der „kleine Tag“ eine wunderschöne Idylle, die jedoch entgegen den großen Weltgeschehnissen ohne großartige Action daherkam. So gibt es in der Zeitreise des Lebens auf der Erde ganz besondere Ereignisse, die für die Menschheit unvergesslich bleiben und sich als Datum fest verankert haben, die sogenannten „großen Tage“ der Weltgeschichte.

Fast 70 Lernpartnerinnen und Lernpartner der Alemannenschule Wutöschingen standen in der Ofteringer Klosterschüer als Schauspieler auf der Musical-Bühne.
Fast 70 Lernpartnerinnen und Lernpartner der Alemannenschule Wutöschingen standen in der Ofteringer Klosterschüer als Schauspieler auf der Musical-Bühne.

Die Botschaft des Musicals bezieht sich jedoch auf die Wahrnehmung der Einzigartigkeit des Augenblicks und der glücklichen Momente eines „kleinen“ Tages, die sich die Menschen kaum bewusst machen und deshalb sehr wenig schätzen und würdigen. So hatte der „kleine Tag“ auf seiner Reise aus dem Universum tatsächlich Glück, dass er ausgerechnet zur Freunde von Ruppi und Georgi in Wutöschingen landete, die sich als Schulleiter und Bürgermeister mit Leib und Seele für die Kommune ins Zeug legen.

Das Bühnenbild zeigte in der Klosterschüer sogar die Wutöschinger Kirche, die Schule und das Rathaus. Mit stimmungsvollen Effekten wurde der Wald auf die Bühne gezaubert und mittels Gerüstaufbauten alle Akteure der Aufführung in Szene gesetzt. Die Kinder und Jugendlichen brillierten in ihren Rollen und bestanden alle drei Aufführungen mit Bravour, dementsprechend begeistert zeigte sich auch das Publikum und applaudierte mit großer Anerkennung für die tolle Leistung. Die Plätze in der Ofteringer Klosterschüer waren bis auf den letzten Sitz auch auf der Galerie besetzt und viele Zuschauer verfolgten das Musical sogar im Stehen. „Ich bin sehr stolz auf jeden von euch, ihr habt alle eine super Leistung vollbracht“, lobte am Ende der Schulleiter Stefan Ruppaner die jungen Schauspieler, einige von ihnen standen nun schon im sechsten Jahr auf der Musical-Bühne und bekamen dafür eine extra Auszeichnung.