Zum Abschluss ihrer Künstlerlaufbahn stellt Margrit Heiniger ihre Bilder und Skulpturen im Kulturlokal „Purpur“in Horheim aus. „Mein Weg, mich auszudrücken, sei es in Bildern oder in Skulpturen aus Ton, war und ist immer eine Suche nach Harmonie und Schönheit. Doch es sind auch die Kontraste zwischen eher erdigen, pflanzlichen wie glänzenden Ausdrucksweisen, die Inspiration und Ausgangspunkt meiner schöpferischen Arbeit sind“, wird Margrit Heiniger auf der Internetseite des „Purpur“ von Anita und Thomas Althaus zitiert.

Die besondere Beziehung zum „Purpur“ besteht darin, dass die erste Ausstellung bei der Eröffnung des Kulturlokals vor zehn Jahren mit Werken von Margrit Heiniger bestückt wurde. Bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen des „Purpur“ gab es neben der Ausstellung ein Konzert mit Morgan Davis. Seine Lieder, auf denen er sich mit Gitarren begleitete, hat das zahlreiche Publikum herzlich aufgenommen.

Die Werke von Margrit Heiniger im „Purpur“ stammen aus einer 40-jährigen Schaffenszeit.
Die Werke von Margrit Heiniger im „Purpur“ stammen aus einer 40-jährigen Schaffenszeit. | Bild: Yvonne Würth

Sprechkünstler Detlef Mix hielt die Laudatio. Ihr Beruf Lehrerin in der Krankenschwesternausbildung und die Zeit, in der sie mit der Rega, der Schweizer Rettungsflugwacht, durch die Welt flog, bereicherte ihr Leben ebenso wie die Kunst: „Meine Bilder sind über einen Zeitraum von etwa 40 Jahren entstanden. Da gab es Phasen mit sogenannten Aquarellbildern, solche mit Gips gestaltet und mit Acryl bemalt.“

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In der Kunstgewerbeschule besuchte sie Kurse in Malen und Modellieren mit Ton. Außerdem nutzte sie Ferien- und Wochenendkurse für Keramik und Malen. „Viele meiner Bilder entstanden, ohne eine genaue Vorstellung vom Endresultat zu haben. Ich arbeitete mit Acryl und Seidenpapier übereinander geschichtet, freigelassen was gefiel, herausgeholt was ich dann darin gesehen habe.“ Eine Zeitlang arbeitete sie mit geschöpftem Papier und der Papierherstellung aus Pflanzenfasern. Mit Emailbildern befasste sie sich ebenfalls, Schmetterlinge waren dabei das vorwiegende Thema. Der Gestaltung mit Ton widmete sie viel Zeit in allen Lebensphasen, sie bekam einen Schwerpunkt in der Zeit auf dem Bauernhof bei den Eltern: „Dort hatte ich dann die Gelegenheit für Rakku- und Tonnenbrände. Die Faszination besteht darin, dass das Resultat nur bedingt voraussehbar ist und man mit schönen Überraschungen beschenkt wird.“

Die Künstlerin verbringt ihren Lebensabend in einer alten „Ferme“ in Frankreich. Diese hatte sie gekauft, renoviert und den Garten gestaltet, alle ihre Skulpturen und Keramiken wurden dort hergestellt.