Wutöschingen Im Rathaus Wutöschingen wird ein Filmstudio für die Alemannenschule eingerichtet

Der Gemeinderat gibt grünes Licht für das Filmstudio der Alemannenschule, das im Rathaus eingerichtet werden soll. Die Gemeinde trägt einen Kostenanteil von 3500 Euro.

Obwohl dieser Entscheidungspunkt gar nicht auf der Tagesordnung der öffentlichen Gemeinderatssitzung stand, erklärte Bürgermeister Georg Eble die Dringlichkeit der Situation und bat die Ratsmitglieder zum Thema Einrichtung eines professionellen Filmstudios im Untergeschoss des Rathauses für rund 7000 Euro um eine direkte Abstimmung. Nicht die Gemeindeverwaltung wird in Wutöschingen künftig Filme drehen und diese veröffentlichen, sondern die Schüler der Alemannenschule.

„Die Digitalisierung geht mit riesigen Schritten vorwärts und wir wollen stets mit vorne dabei sein“, erklärte Bürgermeister Georg Eble und berief sich dabei auch auf die erfolgreiche Teilnahme der Alemannenschule Wutöschingen (ASW) an der internationalen Bildungsmesse in Florenz. Mit der Einrichtung eines professionellen Filmstudios soll das Lernen an der ASW noch einen Schritt weiter gehen. Die Schüler werden in diesem Filmstudio Videos zum Lernen erstellen und das professionelle Schneiden der Filme sowie die Vertonung erarbeiten. Außerdem werden hier dann auch sämtliche Schulveranstaltungen wie das jährliche Musical auf höchster Qualität als Video verarbeitet, um jederzeit als Präsentation zur Verfügung zu stehen. Die von den Schülern erstellten Lehrfilme können dann künftig auch allen weiteren Gemeinschaftsschulen zur Verfügung gestellt werden.

Damit diese Vernetzung mit den gleichen Materialien des neuen Lernens optimal funktioniert, wurde dieser Tage die „Materialnetzwerk e. G.“ als gemeinnützige Genossenschaft gegründet. Diese Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von Schulen, die sich bei der Umsetzung moderner Lernformen mit einem eklatanten Mangel adäquater Lernmaterialien konfrontiert sehen. Deshalb nehmen sie die Materialentwicklung in ihr Portfolio mit auf und kümmern sich selbst in gegenseitiger Kooperation um die Erstellung dieser Materialen. Das von der ASW initiierte Materialnetzwerk ist mittlerweile das größte Materialnetzwerk seiner Art und trägt maßgeblich zum Gelingen vieler reformierten Schulen und Schulformen bei.

Derzeit ist der Raum, in dem das Filmstudio im Rathaus eingerichtet wird, noch ein unscheinbares Instrumentenlager. Mit der professionellen Planung der Innenarchitektin Doris Fraton und einer hochwertigen technischen Ausstattung im Wert von rund 7000 Euro soll darin nun das Wutöschinger Filmstudio entstehen. Der Förderverein der ASW wird das Projekt einer Summe von mit 3500 Euro bezuschussen. Bei der Gemeinde Wutöschingen bleibt somit ein Betrag von rund 3500 Euro hängen, der im Haushaltsplan zwar nicht vorgesehen ist, aber durch die geschlossene Zustimmung des Gemeinderats außerplanmäßig zur Verfügung gestellt wird. Das digitale Lernen, das zwar vonseiten des Kultusministeriums nicht ausreichend finanziell gefördert wird, geht in Wutöschingen mit großen Schritten in die Zukunft.

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