Grünes Licht gab der Gemeinderat Wutöschingen für den zweigeschossigen Neubau eines Kundenberatungscenter der Volksbank Klettgau Wutöschingen in seiner jüngsten Sitzung. Mit einer Gegenstimme erteilten die Räte das gemeindliche Einvernehmen für das Bauvorhaben, welches mit einer Größe von knapp 22 x 14 Metern direkt neben dem Hauptgebäude in der Ortsmitte von Wutöschingen entstehen soll. Derzeit wird das im Eigentum der Volksbank stehende Grundstück als Parkplatz genutzt. Um den Wegfall dieser Parkplätze zu kompensieren, plant die Volksbank im Untergeschoß des Neubaus eine Tiefgarage mit zehn Stellplätzen. Auch die Technik findet dort ihren Platz.

So soll der zweigeschossige Neubau eines Kundenberatungscenter der Volksbank Klettgau Wutöschingen aussehen. Entwurf: Volksbank
So soll der zweigeschossige Neubau eines Kundenberatungscenter der Volksbank Klettgau Wutöschingen aussehen. Entwurf: Volksbank

Im Erdgeschoß wird neben Empfangsbereich, zwei Beratungsräumen und einem Besprechungszimmer auch ein Goldshop entstehen, ein Raum eigens für Beratungen rund um die Goldanlage. Auch eine Teeküche und sanitäre Anlagen sind im Erdgeschoß geplant. Ein Verbindungsgang zum Hauptgebäude ermöglicht es den Mitarbeitern, trockenen Fußes vom Neubau in das Hauptgebäude zu wechseln.

Flachdach stößt auf Kritik

Im Obergeschoß sind zwei Vorstandsbüros, das Sekretariat, sowie ein Besprechungs- und ein Sitzungsraum vorgesehen. Sanitäre Anlagen gehören auch hier zum Raumangebot. Besucher können über das Treppenhaus oder einen Aufzug alle drei Ebenen erreichen. Das Gebäude soll ein Flachdach erhalten und sich mit einer vorgehängten eloxierten Aluminiumfassade harmonisch ins Ortsbild einfügen. "Aus unserer Sicht führt die Realisierung dieses Bauvorhabens zu einer weiteren Aufwertung der Ortsmitte von Wutöschingen", erklärt Bürgermeister Georg Eble.

Klares Bekenntnis zum Standort

"Es ist aber auch ein klares Bekenntnis zum Standort, über dass wir uns sehr freuen." Nicht bei allen Gemeinderäten fand das Flachdach gefallen. "Es passt einfach überhaupt nicht in unser Ortsbild", urteilte Thomas Hofacker (CDU). Bürgermeister Eble sicherte zu, dass er dies an die Volksbank weitergeben wird. Angesichts der großen Nachfrage nach Wohnraum in der Gemeinde, fragte Gemeinderat Alexander Bulz, ob nicht die Möglichkeit bestünde, den Neubau aufzustocken und Wohnungen auszubauen. Georg Eble erklärte, dass solche Überlegungen wegen der hohen Kosten wieder verworfen worden sind. Alexander Sitter (SPD) wollte wissen, ob die Bushaltestelle vor dem Grundstück unverändert bliebe, was der Bürgermeister bejahte.

Mit dem Neubau fallen 13 Parkplätze auf dem Grundstück weg, zehn werden aber in der Tiefgarage ersetzt. "Falls das Parkplatzangebot in der Ortsmitte nicht ausreichen sollte, wäre zu überlegen, ob die bereits vorhandene Parkplatzanlage um den Bereich, auf dem derzeit noch provisorisch die Sonnenapotheke ihren Platz hat, erweitert werden sollte", sagte Bürgermeister Eble. Dieses Thema wird aber frühestens im Spätsommer aktuell, wenn die Apotheke ins neue Ärztehaus umsiedeln wird.