Mit der Fortführung der Sommerferienbetreuung in Wutöschingen beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten öffentlicher Sitzung. Nachdem die Belegungszahlen der dreiwöchigen Kindergarten- und Grundschulkinderbetreuung im Vergleich zum Vorjahr nochmals angestiegen sind und das Defizit mit 12,8 Prozent nur noch 342,38 Euro beträgt, war es für den Gemeinderat keine Frage, einer Fortführung des Betreuungsangebotes zuzustimmen.

Die Anfänge

Seit dem Jahr 2005 gibt es in der Gemeinde Wutöschingen die Sommerferienbetreuung. In den ersten Jahren wurden Kinder von drei bis acht Jahren über die Sommerferien in einem der Kindergärten in der Gemeinde über vier Wochen zentral betreut. Neben den Kindergartenkindern fanden auch Geschwisterkinder, die bereits die Grundschule besuchten und nicht älter als acht Jahre waren, Aufnahmen in der Ferienbetreuung.

An den Bedarf angepasst

Das Angebot wurde immer wieder an den Bedarf der Eltern angepasst. Erstmals im Jahr 2008 bot die Gemeindeverwaltung in Absprache mit den Kindergartenleiterinnen auch eine Betreuung von Grundschulkindern, unabhängig von Geschwisterkindern, an. Für Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren wurde eigens eine zweite Gruppe in der Grundschule Wutöschingen eingerichtet.

Betreuung wird reduziert

2015 beschloss der Gemeinderat die Reduzierung der Ferienbetreuung von bisher vier auf drei Wochen ab dem Kindergartenjahr 2016/17. Dieser Entscheidung vorausgegangen war eine Verkürzung der Kindergartenferien. Die Bilanz aus dem Sommer 2018 stellte Bürgermeister Eble dem Gemeinderat vor: Die Mindestteilnehmerzahl von 30 Kindern wurde in jeder Woche deutlich überschritten. Im Durchschnitt wurden 52 Kinder betreut.

Die Kosten

Den Einnahmen durch Gebühren in Höhe von 2325 Euro stehen Kosten in Höhe von 2667 Euro gegenüber. Der Kostendeckungsgrad liegt bei rund 87,2 Prozent. Für die Betreuung wurden in diesem Jahr neben Erzieherinnen aus Wutöschinger Kindergärten auch Ferienjobber eingesetzt, was Lohnkosten von 1667 Euro nach sich gezogen hat.

Die Entwicklung

Für den Urlaubsanspruch der angestellten Erzieherinnen, die in der Ferienbetreuung eingesetzt waren, wurden pauschal 1000 Euro veranschlagt. Dennoch haben sich die Betreuungskosten im Vergleich zum Jahr 2015 mit 5706 Euro um mehr als die Hälfte reduziert. Die Gebühr von drei Euro pro Tag und Kind ist allerdings seit 2005 unverändert geblieben.

Zustimmung

„Ein wirklich gutes Ergebnis, welches dafür spricht, dass wir diese für Familien und Alleinerziehende sehr wichtige Einrichtung auch weiterhin aufrechterhalten wollen“, erklärte Bürgermeister Georg Eble und erhielt einstimmig grünes Licht vom Gemeinderat.