Trotz Novemberregen hatten die Wutöschinger Narren ihre Freude und eröffneten mit zünftigen Sprüchen und Klängen der heimischen Guggenmusik die Fasnachtssaison. Bei der Trotte, wo im Kellergewölbe die Narrenzunft Frösche beheimatet ist, versammelten sich die Fasnachtsfreunde, um in die fünfte Jahreszeit zu starten. Bürgermeister Georg Eble hatte wie immer die ehrenvolle Aufgabe, mit einem Fass Freibier, das feierlich angestochen wurde, die Narretei offiziell zu eröffnen. Als Erstes stieß er darauf mit Zunftmeister Steffen Siehler an.

Die Narren kennen die Sorgen des Bürgermeisters und haben dementsprechend das Fasnachtsmotto gewählt: „Gibt's bei den Fröschen ein Gerangel – liegt es wohl am Ärztemangel“. Eble setzt bekanntlich alle Hebel in Bewegung, aber einen Arzt oder eine Ärztin oder am besten gleich zwei zusammen für das neue Ärztehaus, kann er nicht herbei zaubern. Aber vielleicht nutzt das Fasnachtsmotto etwas und ein Mediziner erbarmt sich der armen Frösche sowie der Wutöschinger Bürger und erlegt sein berufliches Quartier in die Wutachgemeinde.

Die Mitglieder des Fanfarenzugs und des Musikvereins Wutöschingen beteiligten sich am Fest und jubelten im „Fröschefieber“ der fünften Jahreszeit entgegen. Zahlreiche närrische Gäste, auch aus den Nachbargemeinden, waren zur Fasnachtseröffnung gekommen. Die Nässe wurde tapfer ignoriert und im Partyzelt munter gefeiert. Auch die Horheimer Guggenmusik ließ sich nicht beirren und spielte ihre schrägen Klänge, die noch lange bei der Trotte zu hören waren.