Infos über einen Kunstrasenplatz für die Sportanlage Wutöschingen hat Bürgermeister Georg Eble im Vereinsheim der SpVgg Wutöschingen bekannt gegeben. Im Gemeinderat sei das Thema Kunstrasenplatz bereits auf der Tagesordnung gewesen. In einem Gutachten wurden Gesamtkosten von 607.000 Euro veranschlagt.

Der Vorsitzende Karl-Heinz Silbereis (links) und Bürgermeister Georg Eble informierten über einen Ersatz für den veralteten Hartplatz der Sportvereinigung Wutöschingen.
Der Vorsitzende Karl-Heinz Silbereis (links) und Bürgermeister Georg Eble informierten über einen Ersatz für den veralteten Hartplatz der Sportvereinigung Wutöschingen. | Bild: Yvonne Würth

„Das ist kein Pappenstiel. Wir haben in der Gemeinde nicht nur die Sportvereinigung, sondern auch den VfR, bei dem die Plätze bereits saniert wurden. Dazu gibt es über 60 andere Vereine. Der Musikverein Horheim hat sein eigenes Vereinsheim gebaut, zwischenzeitlich muss er das Wasser nicht mehr zahlen“, erläuterte Bürgermeister Georg Eble. Eine mögliche Finanzierung war im Mai im Gemeinderat angesprochen worden.

Mit 120.000 Euro zinsfreiem Darlehen und 100.000 Euro Zuschuss vom Badischen Sportbund kämen 230.000 Euro an Kosten auf die Gemeinde zu, was bei den Gemeinderäten nicht auf fruchtbaren Boden gefallen sei. „Der Vorschlag ist deshalb, einen Winterrasenplatz statt eines Kunstrasenplatzes als Ersatz für den Hartplatz anzulegen“, so Eble. Der Füllstoff Mikroplastik sei umstritten. Kork als Füllung bei allen 5000 Kunstrasenplätzen gehe nicht in Deutschland, dafür gebe es nicht genügend Material. Auch werde Kork bei Starkregen ausgespült. Der Nachteil von Quarzsand sei die hohe Verletzungsgefahr, hier gebe es keine Alternativen. Ein Bodengrundgutachten für weitere Untersuchungen sei mit Kosten verbunden.

Das könnte Sie auch interessieren

Bereits besichtigt wurden zwei Winterrasenplätze. In Schliengen wurde der Platz mit 140.000 Euro erstellt, was wesentlich günstiger sei, als sonst für einen Kunstrasenplatz veranschlagt. Allerdings steht in Wutöschingen der Bau einer Leichtathletikanlage an, damit die Schüler der gymnasialen Oberstufe der Alemannenschule darauf das Abitur ablegen können, was auf einem Fußballplatz nicht geht. „Wir sind nicht untätig“, schloss der Bürgermeister. Der Vorsitzende der Sportvereinigung Wutöschingen, Karl-Heinz Silbereis, gab den Mehraufwand an Unterhaltsleistungen zu bedenken. Das Thema wird gesondert noch einmal besprochen werden.