Gleich zwei Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzung haben sich um die Auwiesenschule gedreht. Ein Grund für das Gremium, der Horheimer Grundschule einen Besuch abzustatten. Anschließend informierte Bürgermeister Georg Eble im Rathaus über die Entwicklung der verlängerten Nachmittagsbetreuung bis 16.30 Uhr, die im September eingeführt wurde.

Der Gemeinderat hatte der Einführung der verlängerten Mittagsbetreuung im Juli zugestimmt. Ebenso den voraussichtlichen Kosten für die Umgestaltung der Räume für die Nachmittagsbetreuung, Einrichtung der Küche, Anschlusskosten und Beschaffungen wie Möblierung und Geschirr in Höhe von rund 55.000 Euro. Bürgermeister Eble informierte in der jüngsten Sitzung darüber, dass sich die tatsächlichen Kosten auf 37.220 Euro belaufen.

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Die personelle Situation hat sich wie geplant entwickelt. Zwei Teilzeitmitarbeiterinnen teilen sich die Betreuungszeit von 13 bis 16.30 Uhr. Die Mitarbeiterin, die bisher bei der verlässlichen Grundschule für die Hausaufgabenbetreuung zuständig war, verlängerte ihren Dienst um eine Stunde. Außerdem wurden eine Teilzeitmitarbeiterin für die Küche und ein FSJ-ler eingestellt. Die monatlichen Kosten belaufen sich auf rund 2990 Euro, im Jahr sind das 35.880 Euro, sie decken sich mit der Vorausberechnung von 36.000 Euro.

Größer als erwartet stellt sich laut Eble derzeit noch das laufende Defizit in Höhe von 26.700 Euro dar. Den Personalkosten stehen monatliche Gebühreneinnahmen in Höhe von 426 Euro sowie ein Landeszuschuss von 340 Euro gegenüber. Das ergibt ein monatliches Defizit von 2224 Euro. Vorausberechnet waren 2000 Euro. „Die verlängerte Nachmittagsbetreuung ist im September erst angelaufen. Wir sind sicher, dass unser Angebot in Zukunft stärker frequentiert wird und sich die Gebühreneinnahmen dadurch weiter erhöhen. Die Resonanz ist durchweg positiv“, so Bürgermeister Eble.

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Das bestätigte auch die stellvertretende Rektorin Melanie Buri-Stoll: „Das Angebot wird gut angenommen, die Kinder kommen gerne und es hat sich alles gut eingespielt.“ Buri-Stoll gab allerdings zu bedenken: „Wenn die Zahl der zu betreuenden Kinder steigt, bekommen wir über kurz oder lang Platzprobleme.“

Bürgermeister Georg Eble wies darauf hin, dass am Horheimer Schulhaus ein Anbau nicht möglich ist, ohne die Architektur zu zerstören. „Wenn es soweit ist, dass der Platz zu knapp wird, machen wir uns darüber Gedanken.“ Der Gemeinderat gab geschlossen grünes Licht für die Fortführung des Betreuungsangebots.

Das mehr als 20 Jahre alte Schulgebäude weist Sanierungsbedarf im Bereich Sonnenschutzanlagen, Bodenbeläge und Raumakustik in den Fluren auf. Auch sollte die Holztreppe abgeschliffen und neu versiegelt, Fenster abgedichtet, Blechabdeckungen ausgetauscht werden und Wände einen neuen Anstrich erhalten. Die Kosten belaufen sich auf 265.000 Euro, abzüglich einem zu erwartenden Zuschuss in Höhe von 87.000 Euro liegt der Eigenanteil der Gemeinde bei 178.000 Euro. Der Gemeinderat stimmte der Umsetzung zu.

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