Wie wird sich der Schulalltag entwickeln? Wie wird das Lernen im Jahr 2030 aussehen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Kongress Digitalisierung im Unterricht, organisiert vom Bildungswerk Berlin und dem Forum Bildung Digitalisierung. Zwei Schüler und ein Lehrer der Alemannenschule Wutöschingen referierten vor Ort. Fünf große Stiftungen haben sich zusammengeschlossen, um den Akteuren aus der Bildung, der Politik, der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Wissenschaft eine Plattform zum gemeinsamen Entwickeln der Zukunft zu ermöglichen.

Zum Kongress in Berlin war auch die Alemannenschule Wutöschingen eingeladen, in Begleitung des Lehrers Valentin Helling reisten die Schülerin Aileen Güntert und der Schüler Alex Albicker in die Bundeshauptstadt. Die Idee des Forums Digitalisierung im Unterricht entstand aus der Tatsache heraus, dass Deutschland in diesem Punkt noch vergleichsweise rückständig ist und die Schulbildung bislang nur wenige Ansätze zeigt, dieses Zukunftsthema durch bildungspolitische Ansätze aufzugreifen. Auch in Baden-Württemberg gibt es bislang kaum finanzielle Spielräume, um das digitalisierte Lernen an den Schulen voranzutreiben.

Die Gemeinschaftsschule Wutöschingen gilt in diesem Bereich als absolute Vorreiter-Schule und hat durch die finanzielle Unterstützung des Schulträgers eine hervorragende Ausstattung mit Computern, interaktiven Tafeln, Tablets für die Schüler und die nötige Software-Ausstattung. An den meisten Schulen des Landes fehlt es schon alleine an der Hardware-Ausstattung. Zum Auftakt des Berliner Kongresses stellten acht Jugendliche ihre Thesen zum Thema Digitales Lernen in der Zukunft vor, mit dabei die beiden Schulvertreter der ASW. Die Besucher waren Vertreter der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Bildungspolitik aus ganz Europa.

Zum Auftakt des Kongresses zeigten verschiedene Schulen anhand von Videopräsentationen aus dem In- und Ausland ihre bisherigen Erfahrungen und Umsetzungen zum digitalen Lernen, an Thementischen konnten die Kongressteilnehmer die Problematik in der Umsetzung innerhalb des Schulalltags diskutieren und zukunftsfähige Lösungsansätze erarbeiten. Das digitale Lehrkonzept der Alemannenschule wurde von Frank Thissen, Professor an der Hochschule für Medien in Stuttgart, präsentiert und die Schüler übernahmen spontan die weitere Aufklärung der zahlreichen Interessierten an einem Thementisch.

Hier wurde deutlich, dass die ASW mit ihrem Konzept als Leuchtturmschule im Mittelpunkt steht. „Als Resümee können wir sagen, dass wir hier in Sachen digitale Bildung schon ganz viel erreicht haben, was den Schritt in die Zukunft bedeutet“, erklärte der zuständige Lernbegleiter Valentin Helling und ergänzte: „Wie es geht, haben wir hier bereits umgesetzt und unsere Schulstruktur dahingehend verändert.“ Nun wollen weitere interessierte Schulen das digitale Lernkonzept der ASW kennenlernen, auch bei der Bildungsmesse Learntec in Karlsruhe wird die ASW vertreten sein.