Zum Welttag des Buches las der Emmendinger Autor Thomas Erle in der Mediothek Wutöschingen aus seiner Trilogie „Das Lied der Wächter“. Ob die Osterferien oder das prächtige Frühlingswetter der Grund dafür waren, dass nur ein kleines Publikum der Einladung der Mediothek gefolgt waren? Am Autor oder dem Lesestoff lag es bestimmt nicht, auch nicht an Saxofonist Rainer Wahl, der die Lesung musikalisch umrahmte.

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Thomas Erle hat sich mit seinen Regio-Krimis bereits einen Namen gemacht. Auch in seiner Triologie entführt er seine Zuhörer an bekannte Orte wie den Feldberg, das Höllental, den Schluchsee und den Dom in St. Blasien.

Doch die vertraute Heimatregion wirkt auf die Zuhörer fremd, ja unheimlich, denn Erle beschreibt einen Schwarzwald, der nach einem Reaktorunfall im KKW Fessenheim zum nuklear verseuchten Sperrgebiet erklärt worden ist.

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Als der 16-jährige Felix erfährt, dass seine Eltern kurz nach seiner Geburt während der Katastrophe in diesem Gebiet verschollen sind, lässt ihn der Gedanke nicht mehr los, dass sie noch am Leben sein könnten.

Er findet für sich einen Weg, in die militärisch bewachte, verbotene Zone einzudringen und macht sich alleine auf die Suche nach seinen Eltern. Er durchwandert einen geisterhaften Schwarzwald und sieht sich dort mit einer großen Gefahr konfrontiert, einer ebenso unerklärlichen wie unheimlichen Kraft, die alles Leben bedroht.

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Der tiefen, angenehmen Stimme von Thomas Erle und seiner lebendigen und bildgewaltigen Geschichte hätte man gerne noch länger gelauscht. Überaus interessant waren auch die Hintergrunderzählungen von Thomas Erle, die er immer wieder einfließen ließ und die auch deutlich machten, dass der Autor seine Geschichte intensiv recherchiert hat. „Ich bin viel mit meiner Vespa im Schwarzwald unterwegs“, verriet er seinem Publikum.

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So erzählt der ehemalige Lehrer seinen Zuhörern beziehungsweise Lesern in seinen Büchern nicht nur eine spannende Geschichte, er zeigt auch auf, wie der Schwarzwald nach 16 Jahren ohne Eingriff des Menschen aussehen könnte. Musiker Rainer Wahl verstand es ausgezeichnet, mit dem Saxophon die Stimmung der Geschichte in Tönen einzufangen.

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Es war ein schöner Abend für Literaturfreunde, der in absehbarer Zukunft eine Neuauflage erfahren wird: Beate Süß, Leiterin der Mediothek, zeigte sich begeistert von der Lesung und bat den Autor, den letzten Band seiner Triologie, der im Oktober auf den Markt kommt, wieder bei einer Lesung in der Mediothek vorzustellen.

Weitere Infos finden Sie hier.

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